Ein Blaulicht bei Nacht. © picture alliance/dpa Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Überfall auf Hotel vorgetäuscht: Trio verurteilt

Stand: 05.02.2021 17:36 Uhr

Sie hatten in dem Hotel in der Katharinenstraße vor drei Jahren einen Überfall inszeniert: Das Hamburger Amtsgericht hat drei frühere Hotel-Mitarbeiter am Freitag wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Vortäuschens einer Straftat verurteilt.

Haben die drei gemeinsame Sache gemacht? Oder hat der Hauptangeklagte die anderen beiden brutal überfallen? Darum ging es in dem Prozess. Der 42-Jährige war Security-Mitarbeiter in dem Hotel. Er war nachts maskiert dort hingekommen, hatte zwei Kollegen bedroht und war mit Geld aus dem Tresor geflohen.

Richterin erkannte gemeinsamen Plan

Beim Prozessauftakt im Januar hatte er behauptet, die Kollegen seien eingeweiht gewesen. Das Geld hätten sie sich anschließend geteilt. Die anderen beiden bestritten dies allerdings. Die Amtsrichterin aber ist von einem gemeinsamen Plan überzeugt.

Falsches Hinken, falscher Akzent

Obwohl es Videoaufnahmen gibt, wurde der Dieb zunächst nicht identifiziert. Vor Gericht gestand der 42-jährige Angeklagte, der Täter zu sein. Er erzählte, dass er beim Überfall extra hinkte, damit man ihn nicht erkennen sollte. Und seine Komplizen sollten der Polizei sagen, er hätte einen südländischen Akzent gehabt - tatsächlich spricht der Angeklagte akzentfrei Deutsch.

Der Hauptangeklagte wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, die anderen beiden zu Geldstrafen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.02.2021 | 16:00 Uhr

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