Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nimmt einen Mundschutz ab. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

Tschentscher begrüßt frühere Runde mit Merkel zu Corona-Lage

Stand: 15.01.2021 15:18 Uhr

Angesichts weiterhin hoher Corona-Fallzahlen treffen sich die Ministerpräsidenten schon am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Vorziehen des Termins ist auch im Sinne von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Ursprünglich wollten sich die Regierungschefs der Länder erst am 25. Januar erneut mit der Kanzlerin zusammenschalten. Nun findet das Treffen schon am 19. Januar statt, wie der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Freitag mitteilte. Es gehe darum, "noch mehr" zu tun, um die viel zu hohen Infektionszahlen zu senken, sagte der Regierungssprecher. Tschentscher teilt die Sorgen der Kanzlerin und seiner Ministerpräsidenten-Kollegen wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen und der aufgetauchten Coronavirus-Mutationen.

Welche Verschärfungen kommen?

Allerdings gibt es noch keinen klaren Forderungskatalog, mit dem der Hamburger Senat in die neue Runde geht. Eine nächtliche Ausgangssperre - wie sie von einigen Ländern ins Gespräch gebracht wird - lehnt er nicht grundsätzlich ab. Dies ist aber nur eine Regel von mehreren, über die im Rathaus diskutiert wird, heißt es.

Grüne fordern mehr Homeoffice

Bei den Grünen besonders populär ist die Forderung, dass das Homeoffice ausgeweitet werden soll. Sie machen sich für eine bundeseinheitliche Regelung stark, wonach sich Unternehmen dafür rechtfertigen müssen, wenn sie ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus verweigern. Eine Forderung, die bei der Großen Koalition in Berlin allerdings skeptisch gesehen wird.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) bemängelte, dass noch zu viele Eltern ihre Kinder in Kitas schicken. Da könnte es bald strengere Regeln geben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt unterdessen in Hamburg. Am Freitag sind 279 neue Fälle gemeldet worden, eine Woche zuvor waren es fast doppelt so viele.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.01.2021 | 14:00 Uhr

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