Stand: 07.02.2019 18:17 Uhr

Stellinger Moor: Abfall-Anlage wird teurer

Der Bau der Abfall-Verwertungsanlage Stellinger Moor verzögert sich um ein Jahr. Wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete, wird das Projekt zudem rund 100 Millionen Euro teurer. In der Anlage soll in Zukunft auch Fernwärme produziert werden.

Komplexe Anlage

In der Nähe des Volksparkstadions plant die Stadtreinigung die Zukunft der Energieversorgung. Wo früher die Müllverbrennungsanlage lief, will sie 60 Megawatt kohlefreie Wärme erzeugen und Abfall recyceln. Doch mit der Genehmigung werde erst im kommenden Jahr gerechnet, sagte Projektleiter Martin Mineur NDR 90,3. "Einfach, weil die Anlage so komplex ist, weil es ein Zusammenspiel von ganz unterschiedlichen Komponenten ist, die auch genehmigungstechnisch aufeinander abgestimmt werden müssen. Und es braucht halt seine Zeit, wenn man das ordentlich machen will."

Später fertig und teurer

Der Grund der Verzögerung: Das Stellinger Moor wurde zum Wasserschutzgebiet erklärt, es darf dort kein Schmutzwasser versickern. Deshalb schnellt die Kostenschätzung jetzt auf 325 Millionen Euro hoch. Auch die Fernwärmeproduktion verzögert sich um ein Jahr auf Ende 2023. Das sei aber kein Problem, weil das Heizkraftwerk Wedel gleichzeitig vom Netz gehe, so die Stadtreinigung.

Das Abfallzentrum Stellingen produziert neben der Fernwärme auch Strom und Biogas und sortiert Glas und andere Stoffe aus dem Restmüll heraus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.02.2019 | 18:00 Uhr

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