Stand: 20.11.2019 17:20 Uhr

Seehafenbetriebe: Klimaschutz als Herausforderung

Die deutschen Seehafenbetriebe wappen sich für den Klimaschutz. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) engagiert sich beim Landstromanschluss von Schiffen, hat aber Sorgen wegen des langfristig drohenden Wegfalls des Kohle-Umschlags.

Sorge wegen Kohle-Ausstieg

Der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen stagniert - mit Ausnahme des Hamburger Hafens, der am Mittwoch ein deutliches Wachstum vermeldete. Der Autoexport wird sinken und der Kohle-Austieg raubt weitere Fracht. Das sieht ZDS-Präsident Frank Dreeke aus Bremen mit Sorge: "Es ist nicht so, dass man einfach sagt: Jetzt warten wir mal bis 2037. Und dann: Oh Gott, die Kohle ist weg, also die Kohle als Gut." Statt Kohle könnte man mehr Windräder transportieren, doch auch in der Windkraftbranche gibt es eine Krise.

Stromnetz noch zu schwach?

Um international Ladung anzuziehen, sehen sich die deutschen Häfen als Musterschüler beim Umweltschutz. Landstrom-Anlagen entstehen schnell, doch das Stromnetz ist noch zu schwach. Dreeke: "Ich kann das nur für Bremerhaven sagen: Wenn da zwei große Kreuzfahrtschiffe liegen, dann ist Bremerhaven dunkel - also wenn wir zwei gleichzeitig anschließen. Darüber schmunzelt man, aber es ist Tatsache."

Trotz Kritik der Umweltschützer glauben die Hafenbetriebe an ein weiteres Wachstum bei Kreuzfahrtgästen.

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Hamburger Hafen wächst deutlich

Der Hamburger Hafen ist auf Wachstumskurs. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist der Gesamtumschlag um 3,2 Prozent gestiegen, der wichtige Containerumschlag sogar um 6,9 Prozent. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.11.2019 | 17:00 Uhr

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