Stand: 18.06.2019 14:45 Uhr

Schutz vor Mieter-Verdrängung in Altona-Nord

Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld hat am Dienstag die 12. Soziale Erhaltungsverordnung für ein Stadtgebiet vorgestellt: In Altona-Nord tritt der Schutz vor Aufwertung der Wohngebiete morgen in Kraft. Altona-Nord ist in den vergangenen Jahren erheblich teurer geworden: Mehr als jeder 4. Haushalt braucht schon mehr als 40 Prozent seines Einkommens für die Miete.

24.000 Mieter profitieren

Zwischen Altonaer Bahnhof im Süden, an der Max-Brauer-Allee bis hoch zur Kieler Straße profitieren insgesamt 24.000 Mieter von der neuen sozialen Erhaltungsverordnung für Altona-Nord, sagte Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt: "Wir wollen mit den sozialen Erhaltungsverordnungen die Zusammensetzung der Bevölkerung in den angestammten Quartieren sichern. Das ist ein städtebauliches Ziel und das erreichen wir mit diesen verschiedenen Maßnahmen."

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Schutz vor Aufwertung

So muss der Bezirk ab Mittwoch jeder baulichen Veränderung zustimmen, Mietwohnungen können nicht mehr einfach in Eigentum umgewandelt werden. "Und damit ist der Schutz der Menschen vor einer weiteren Aufwertung und damit auch vor Verdrängung möglich", sagte Stapelfeld.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.06.2019 | 14:00 Uhr

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