Rekord-Passagierflug kommt sicher auf den Falklandinseln an

Stand: 01.02.2021 14:35 Uhr

Es war der bisher längste Nonstop-Flug in der Geschichte der Lufthansa: Am Sonntagabend startete in Hamburg ein Airbus A350 zu den Falklandinseln - nun sind sie gelandet. Die Maschine brachte ein Forscher-Team auf eine Antarktismission.

Normalerweise starten Flugzeuge in Hamburg-Fuhlsbüttel zu Zielen in Europa, dem Nahen Osten - und selten auch mal nach Übersee. Am Sonntag nun hob vom Helmut-Schmidt-Airport ein Langstrecken-Airbus zum Rekordflug ab und landete am Montag in Südamerika.

Auf Mission in der Antarktis

Der Airbus A350 der Lufthansa steht auf dem Rollfeld des Hamburger Flughafens. Im Vordergrund ist Schnee zu sehen. © dpa bildfunk Foto: Daniel Bockwoldt
Mehr als 15 Stunden dauert der Flug mit der A350 zu den Falklandinseln.

An Bord waren nur Passagierinnen und Passagiere, die Teil einer Antarktismission sind: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Alfred-Wegener-Instituts und Besatzungsmitglieder des Eisbrechers "Polarstern". 15 Stunden und 37 Minuten dauerte der Nonstop-Flug ab Fuhlsbüttel, nach knapp 14.000 Kilometern wurde auf den Falklandinseln vor der südamerikanischen Küste gelandet. Das Endziel der Passagiere ist die Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es keine Linienflüge

Der Grund für ihre ungewöhnliche Reise ist die Corona-Pandemie. Eigentlich sollten das Forscher-Team und die Crewmitglieder nach Südafrika fliegen - und von dort per Schiff in Richtung Antarktis starten. Wegen der aktuellen Pandemie gibt es derzeit aber keine Linienflüge, die in Frage kommen.

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Das Forschungsschiff "Polarstern" ist auf dem Wasser zu sehen. © dpa-Bildfunk Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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Wissenschaftler seit zwei Wochen in Quarantäne

Bereits zwei Wochen vorher hatten sich alle Besatzungsmitglieder des Flugzeugs und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mission in Quarantäne begeben. In Fuhlsbüttel ging es dann über einen Extra-Zugang an Bord der Lufthansa-Maschine - damit sich niemand auf den letzten Metern doch noch mit dem Coronavirus infizieren konnte. Trotz der erschwerten Bedingungen hatten sich rund 600 Flugbegleiterinnen und -begleiter um den Job beworben.

Kein Guinness-Buch-Eintrag

Ins Guinness-Buch der Rekorde wird es der Langstreckenflug übrigens nicht schaffen: Den Rekord in dieser Kategorie hält ein Flug der australischen Qantas-Linie von New York nach Sydney. Diese Strecke beträgt noch einmal rund 2.000 Kilometer mehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.02.2021 | 06:00 Uhr

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