Reisende gehen aus dem Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens an einem Schild vorbei. © picture alliance/dpa Foto: Axel Heimken

Reisen und Corona: Was muss ich in Hamburg wissen?

Stand: 26.10.2020 08:01 Uhr

Welche Regeln gelten für Reisen nach Hamburg und was müssen Hamburgerinnen und Hamburger beachten, wenn sie selbst verreisen wollen. Eine Übersicht.

Reisen in ausländische Risikogebiete im Ausland

Für viele europäische und außereuropäische Länder gelten Reisewarnungen. Diese Risikogebiete finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie werden täglich aktualisiert. Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, sondern ein dringender Appell des Auswärtigen Amts, solche Reisen nicht zu unternehmen.

Rückkehr aus ausländischen Risikogebieten

Rückkehrende aus Risikogebieten müssen umgehend das Gesundheitsamt informieren (das geht sogar digital), sich in Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Der Test kann auch im Ausland gemacht werden, darf bei Ankunft in Hamburg aber nicht älter als 48 Stunden sein. In Hamburg sind die Tests bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet innerhalb von zehn Tagen kostenlos. Anlaufpunkte sind unter anderem die Testzentren am Flughafen und am Hauptbahnhof. Bis das Testergebnis vorliegt, muss der oder die Reisende zu Hause bleiben. Bei einem positiven Testergebnis bleibt die Quarantäne bestehen, auch wenn der oder die Betreffende keine Krankheitssymptome zeigt. Die Quarantäne gilt auch für Familienmitglieder, mit denen die Reisenden zusammenleben, wenn Sie sich nicht räumlich innerhalb der Wohnung oder des Hauses zurückziehen können.

Vom 8. November an gelten neue Regelungen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Sie müssen sofort für zehn Tage in Quarantäne und sich beim Gesundheitsamt melden. Fünf Tage dauert die Isolation dann in jedem Fall. Erst danach kann sie durch einen negativen Test beendet werden.

Die Testpflicht gilt nicht für Reisende, die mit dem Auto durch ein Risikogebiet gefahren sind, ohne dort anzuhalten.

Beherbergungseinschränkungen, weil man aus Hamburg kommt?

Derzeit müssen Hamburgerinnen und Hamburger mit Beherbergungseinschränkungen rechnen, wenn sie innerhalb Deutschlands verreisen wollen. Hamburg gilt mittlerweile als Hoch-Inzidenz-Gebiet. Der Inzidenzwert ist in rechtlicher Hinsicht maßgebend, wenn Hamburgerinnen und Hamburger in anderen Bundesländern mit Beherbergungseinschränkungen übernachten wollen. Im Klartext heißt das: Hamburgerinnen und Hamburger könnten außerhalb der Stadt mit Beherbergunsverboten konfrontiert sein, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten wollen. In diesem Fall gelten die Gesetze des jeweiligen Bundeslandes.

Vom Risikogebiet innerhalb Deutschlands nach Hamburg kommen?

Anders als bei Reiserückkehrenden aus dem Ausland, gibt es für Reisende, die aus einem deutschen Hoch-Inzidenz-Gebiet nach Hamburg kommen, keine Testpflicht. Allerdings besteht in der Hansestadt ein Beherbungsverbot. Reisende aus Hoch-Inzidenz-Gebieten dürfen in Hamburger Hotels und Beherbergungsbetrieben nur untergebracht werden, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Personen, die keinen touristischen Reisegrund haben (zum Beispiel Geschäftsreisende, Regelung familiärer Angelegenheiten, Betreuung hilfsbedürftiger Personen oder die Ausübung von Betreuungsvollmachten, Aufenthalt zur Inanspruchnahme medizinischer Behandlung und die Begleitung durch Angehörige) sind von dem Beherbungsverbot ausgenommen.

Pendeln zwischen Hamburg und dem Umland

Für Pendlerinnen und Pendler gibt es derzeit keine Einschränkungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 26.10.2020 | 19:30 Uhr

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