Stand: 16.04.2020 07:39 Uhr

Pläne für neue Sternbrücke vorgestellt

Die Deutsche Bahn hat am Mittwochabend ihre Pläne für einen Ersatz der maroden Sternbrücke in Hamburg präsentiert. Sie ist für den Fern- und S-Bahnverkehr von großer Bedeutung und soll 21 Meter hoch werden.

Mehr als 100 Meter lang

Die geplante Sternbrücke ist 108 Meter lang - und sie würde mitten im nördlichen Altona stehen. Sie soll die vielbefahrene Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee überspannen. Die Bahn erklärte: Nur durch die lange und hohe Rundbogenbrücke könne man monatelange Sperrungen der Straßen und der Gleise zwischen den Bahnhöfen Altona und Dammtor vermeiden.

Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg (Grüne) muss die Bürgerbeteiligung organisieren. Sie sagte, die Brückenform würde das Ortsbild prägen. "Aber sie bietet die Chance, dass es den Straßenraum neu verteilt wird." Denn es ist mehr Platz für Autos und Radfahrerinnen und Radfahrer vorgesehen.

Clubs müssen weichen

Nach Informationen von NDR 90,3 müssen sieben Häuser abgerissen werden, darunter die Clubs "Astra-Stube", "Fundbureau" und "Waagenbau", die sich unterhalb der Sternbrücke angesiedelt hatten. Wo die Clubs hinziehen können, ist unklar. 

Initiative fordert transparentes Beteiligungsverfahren

Kritik kommt von der Initiative Sternbrücke. Sie betrachtet die Brücke als verkehrsgeschichtlich bedeutendes Baudenkmal, das ohne Not aufgegeben werde. Die Inititative besteht unter anderem aus Anwohnern und Club-Inhabern und fordert ein transparentes Beteiligungsverfahren.

Die Kosten für die neue Sternbrücke betragen den Angaben zufolge 125 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2023 beginnen und bis 2026 dauern.


16.04.2020 11:05 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels gab es einen Vergleich zur Größe der Fehmarnsundbrücke mit falschen Zahlen. Wir bedauern den Fehler und haben den Vergleich aus dem Text genommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.04.2020 | 07:00 Uhr

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