Stand: 18.09.2018 11:43 Uhr

Öffnung des Winternotprogramms gefordert

Hamburger Initiativen und Ehrenamtliche haben einen offenen Brief an die Stadt verfasst: Darin fordern sie eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms für Obdachlose. Denn, so schreiben sie, während der kalten Jahreszeit könnten sich Menschen, die auf der Straße leben, auch tagsüber unterkühlen oder sich Erfrierungen zuziehen. Sie sprechen von einem erheblichen Gesundheitsrisiko.

Ehrenamtliche schließen sich Petition an

Unterschrieben haben den offenen Brief unter anderen die Hamburger Tafel, Ärzte der "Praxis ohne Grenzen" und Ehrenamtliche des Gesundheitsmobils der Johanniter. Sie unterstützen damit gleichzeitig die Petition des ehemaligen Obdachlosen Jörg Peters und des Straßenmagazins "Hinz&Kunzt". Diese hatten im vergangenen Winter online Unterschriften gesammelt. Ziel war, dass die Stadt das Winternotprogramm auch tagsüber öffnet. Anfang Februar übergaben die Initiatoren im Rathaus Zehntausende Unterschriften.

Von November an stellt die Stadt Hamburg für etwa 800 obdachlose Menschen im Rahmen des Winternotprogramms Schlafmöglichkeiten in der Friesenstraße in Mitte und in der Kollaustraße in Eimsbüttel zur Verfügung. Laut Schätzungen leben zurzeit 2.000 bis 2.500 Menschen auf Hamburgs Straßen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.09.2018 | 12:00 Uhr

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