Stand: 07.02.2018 14:07 Uhr

Mehr Tierversuche in Hamburg

In Hamburg ist die Zahl der Tierversuche deutlich gewachsen. Innerhalb eines Jahres ist die Anzahl der dabei verwendeten Tiere nach Angaben der Bundesregierung um rund zehn Prozent gestiegen. Mehr als 166.000 Tiere sind demnach 2016 bei Versuchen in Hamburg eingesetzt worden - vor allem Mäuse.

Das geht aus Zahlen hervor, die das Landwirtschaftsministerium auf Anfrage des Deutschen Tierschutzbundes veröffentlicht hat. Zusammen mit Berlin belegt Hamburg damit - bezogen auf die Bevölkerung - den Spitzenplatz. Nach den absoluten Zahlen liegen allerdings Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern deutlich vorn. Allerdings wächst in Hamburg die Zahl der Tierversuche deutlich schneller als im Bund.

Deutschlandweit sind 2016 rund drei Millionen Tiere bei Versuchen zu wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt - und in der überwiegenden Zahl der Fälle auch getötet worden. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, appellierte an Bund und Länder, sich nicht auf Absichtserklärungen auszuruhen, dass Tierversuche eingedämmt werden sollen.

Neues Zentrum für Versuchstiere am UKE

Bei Hamburger Tierschützern sorgt derzeit besonders für Empörung, dass am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) für mehr als 30 Millionen Euro ein neues Zentrum für Versuchstiere gebaut werden soll. Ein Vorhaben, dass alternativlos sei, wie es aus der Wissenschaftsbehörde von Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) heißt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.02.2018 | 14:00 Uhr

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