Stand: 15.09.2020 18:32 Uhr

HVV: Fahrgastzahlen stagnieren, Abokündigungen steigen

Fahrgäste mit einem Mund-Nasen-Schutz steigen an einem Bahnhof in Hamburg in eine S-Bahn ein. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Die Fahrgastzahlen bei Bahnen und Bussen liegen bei 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Beim Hamburg Verkehrsverbund (HVV) bleiben die Fahrgastzahlen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nach dem Corona-Einbruch im März war es mit der Nutzung von Bussen und Bahnen zwar deutlich bergauf gegangen - aber nur bis Ende Juli. Die Kundenzahl erholte sich auf 70 bis 75 Prozent des Vorjahres. Seitdem stockt der Zuwachs.

Sommerticket ein Erfolg

Manche Menschen fürchten sich offenbar vor Ansteckung in Bus und Bahn. Ein HVV-Sprecher sagte zudem, es seien noch viele Menschen im Homeoffice. Ein Erfolg war immerhin das Sommer-Ticket des HVV: Mit über 230.000 verkauften Tickets konnten damit 1,2 Millionen Euro eingenommen werden.

40 Prozent mehr Kündigungen

Wann wieder mehr Menschen Bus und Bahn fahren, ist unklarer denn je. Fest steht dagegen die Zahl der gekündigten Abonnements. Von März bis August waren es 77.000 - knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im August, zum Ende der Abopause, verabschiedeten sich 21.000 Menschen vom Verkehrsverbund. 150.000 legten diese Abopause ein, verzichteten mehrere Monate auf Bus und Bahn - und zahlten also auch kein Geld. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Grünen-Verkehrsexperten Gerrit Fuß hervor. Er interpretiert die Zahlen aber anders: Er sieht kein Zurückfallen bei der Mobilitätswende.

Maskenpflicht wird nach Strafdrohung eingehalten

Die Maskenpflicht wird in Bussen und Bahnen fast durchgängig eingehalten, nachdem eine Strafzahlung von zunächst 40 und nun 80 Euro bei Verstößen droht. 98 Prozent der Fahrgäste tragen die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung, so der Senat. Zwischenzeitlich war die Tragequote auf 87 Prozent zurückgegangen. Daraufhin war Ende August zunächst eine Vertragsstrafe von 40 Euro und in der vergangenen Woche ein Bußgeld von 80 Euro eingeführt worden. Das soll aber nur in Ausnahmefällen eingetrieben werden. 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.09.2020 | 08:00 Uhr

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