Mehrere Frauen trainieren in einem Sportclub auf einem Crosstrainer. © Colourbox Foto: Kirill Grekov

Fitnessstudios in Hamburg bleiben vorerst zu

Stand: 11.11.2020 10:54 Uhr

Fitnessstudios in Hamburg dürfen trotz einer erfolgreichen Klage gegen die Corona-Verordnung vorerst nicht wieder öffnen. Die Stadt hat Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingelegt.

Eigentlich wollte die Kette Fitness First nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg zügig wieder ihre acht Filialen in Betrieb nehmen. Aber daraus wird nach Angaben eines Gerichtssprechers vorerst nichts. Das Oberverwaltungsgericht hat noch in der Nacht zum Mittwoch eine Verfügung erlassen, wonach die Studios erstmal geschlossen bleiben, und zwar bis die zuständige Kammer entschieden hat. Das kann mehrere Tage oder auch Wochen dauern.

Martin Seibold, Geschäftsführer von Fitness First, gibt sich ungeachtet dessen zuversichtlich: Fitnessstudioss sollten seiner Ansicht nach nicht als Teil des Corona-Problems gesehen werden. Das Verwaltungsgericht hatte in seiner Entscheidung allerdings nicht darüber befunden, wie hoch das Corona-Risiko in Fitnessstudios an sich ist. Vielmehr hatten die Richter gerügt, dass das Parlament nicht beteiligt war, als über die Schließung von Unternehmen entschieden wurde.

Weitere Klagen gegen Schließungen

Beim Verwaltungsgericht sind noch weitere Klagen von Fitnessstudios gegen die aktuellen Schließungen anhängig, aber auch Beschwerden von Gaststätten, Kinos und Wettannahmestellen. Insgesamt gibt es mehr als 20 Verfahren, die noch offen sind.

In Hamburg gibt es rund 400 Fitnessstudios. Sollte die Klage von Fitness First auch in der zweiten Instanz Erfolg haben, dann hätte das zunächst aber nur Auswirkungen für einzelne Einrichtungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2020 | 11:00 Uhr

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