Die Bienen kommunizieren über ihren Bienentanz. © imago

Bienenseuche im Hamburger Stadtteil Steilshoop

Stand: 30.12.2021 17:19 Uhr

In einem Bienenstand im Hamburger Stadtteil Steilshoop ist die Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, ist in einem Radius von rund einem Kilometer eine Sperrzone eingerichtet worden, wie das zuständige Bezirksamt in Hamburg am Donnerstag mitteilte.

Alle Imker des Gebietes rund um den erkrankten Bienenstock müssen ihre Völker von einem Amtstierarzt auf die bösartige Faulbrut untersuchen lassen. Es dürfen zudem keine Bienenvölker aus dem Sperrbezirk heraus- oder in ihn hineingebracht werden. Waben und Wachs sowie Futtervorräte dürfen nicht aus den Bienenbeständen herausgeholt werden.

Für den Menschen ungefährlich

Die Bienenseuche ist für die Tiere ansteckend, für den Menschen aber ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig von befallenen Bienen ist unschädlich. Die gefährliche Tierkrankheit wird über Bakterien übertragen und betrifft ältere Bienen-Larven. Sie ist für sie tödlich, weil es keine Selbstheilung gibt. Das Sporen bildende Bakterium befällt die Brut des Bienenstocks. Ohne eine Sanierung ist die Bienenseuche das Todesurteil des Stocks. Die Faulbrut hat nichts mit mangelnder Sauberkeit des Imkers zu tun, sie kann jeden Bienenstock treffen. Die Krankheit ist meldepflichtig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.12.2021 | 15:00 Uhr

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