Sanierungsbedürftiger Anbau des Jugendzentrums in Hamburg Rissen. © NDR Foto: Reinhard Postelt

Überteuerte Angebote? Altonas Grüne kritisieren Sprinkenhof

Stand: 01.12.2020 06:00 Uhr

Altonas Grüne kritisieren überteuerte Angebote der städtischen Immobiliengesellschaft Sprinkenhof. Zuletzt missfielen ihnen die geplanten Kosten für die Sanierung eines Anbaus des Jugendzentrums Rissen.

Der alte Anbau des Jugendzentrums Rissen mit seiner abbröckelnden blauen Farbe ist nur so groß wie eine Doppelgarage - doch die Sprinkenhof schätzt die Sanierungskosten auf 234.000 Euro. Auch wenn der Anbau stark sanierungsbedürftig ist: Die Vorsitzende der Bezirksversammlung Altona, Stefanie Wolpert von den Grünen, kann die Kosten kaum nachvollziehen: "Zunächst ist es eine enorme Summe. Das lässt schon aufhorchen." Zumal die städtische Sprinkenhof eine Art Generalvertrag für Sanierungsberatungen mit dem Bezirksamt hat. Altona kann nur dann andere Firmen mit Sanierungsangeboten betreuen, wenn die städtische Immobiliengesellschaft selbst nicht möchte.

"Hochpreisige und wenig nachvollziehbare Kostenvoranschläge"

Achtmal war die Sprinkenhof seit Januar 2018 für Altona aktiv. Dabei fiel den Grünen etwas Allgemeines auf, nämlich "erstaunlich hochpreisige und wenig nachvollziehbare Kostenvoranschläge". Besonders betrifft das den Anbau des Jugendzentrums Rissen direkt an der B431. Wolpert sagt dazu: "Da war die Nachfrage, warum zunächst 234.000 Euro dafür ausgegeben werden sollen. Das ist unsere Aufgabe der Kontrolle." Das war dem Jugendhilfeausschuss und dem Bezirksamt zu teuer. Alternativ entschied man sich jetzt für einen Holzunterstand, der an einer Seite offen und mit einem Behinderten-WC ausgestattet ist. Die Kosten dafür betragen 72.000 Euro.

Sprinkenhof: Überhitzte Baukonjunktur sorgt für hohe Kosten

Die Sprinkenhof will die Kritik nicht auf sich sitzen lassen: "Wir verwehren uns gegen den Vorwurf, hier hochpreisig und nicht nachvollziehbar zu sein". Dem Bezirksamt habe man verschiedene Angebote nachvollziehbar aufbereitet. "Nicht wir machen die Preise, sondern der Markt", so Sprinkenhof. Und die überhitzte Baukonjunktur sorge für einen Angebotsmarkt, also für teure Preise.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2020 | 08:00 Uhr

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