Stand: 05.08.2020 15:47 Uhr

30.000 Euro für Bekannte? Seniorin durchschaut Betrug

Mithilfe einer misstrauischen Rentnerin hat die Polizei einen Trickbetrug aufgeklärt. Dabei wurde versucht, die 95 Jahre alte Frau aus Hamburg-Rahlstedt um 30.000 Euro zu betrügen. Die Seniorin sollte damit für eine angebliche Bekannte ein Beatmungsgerät finanzieren.

Kriminalpolizei schaltet sich ein

Vormittags rief eine junge Frau bei der Rentnerin an: Sie sei eine Bekannte, die wegen einer Corona-Erkrankung in einer Klinik liege und dringend 30.000 Euro für den Kauf eines Beatmungsgerätes brauche. Die 95-jährige Dame erkannte, dass sie es mit einer Trickbetrügerin zu tun hatte. Noch während des Telefonats alarmierte sie über eine Pflegerin die Polizei. Kripobeamte kamen in ihre Wohnung und überwachten die weiteren Gespräche. Zum Schein ging die Seniorin auf die Anruferin ein und versprach, bei ihrer Bank das Geld zu besorgen.

Zivilfahnder griffen zu

Wenig später gab es dann einen Kontrollanruf der Betrüger. Ein Mann der sich als Polizist ausgab gab an, dass sich die Hausbank der Rentnerin bei ihm wegen einer größeren Bargeldabhebung gemeldet habe. Die 95-Jährige bestätigte das - und wurde prompt wieder von der jungen Frau angerufen, die angeblich an Corona erkrankt war. Ein Krankenhausmitarbeiter würde jetzt kommen, um das Bargeld abzuholen. Als die 95-Jährige diesem Mann an ihrer Haustür einen Umschlag übergab, griffen Zivilfahnder der Polizei zu. Der Geldabholer ist ein 47 Jahre alter Slowake. Er soll einem Haftrichter vorgeführt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.08.2020 | 15:00 Uhr

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