Jazz – Round Midnight

Portraits, Talks, Hintergründe und Ausflüge in die Jazzgeschichte

Mittwoch, 06. Oktober 2021, 23:30 bis 00:00 Uhr

Theo Croker, Jazztrompeter © picture alliance / Malte Christians/dpa | Malte Christians Foto: Malte Christians

Am Mikrofon: Sarah Seidel

Theo Croker, Jazztrompeter © picture alliance / Malte Christians/dpa | Malte Christians Foto: Malte Christians
Theo Croker spielt mit seiner Band DVRK auf dem Elbjazzfestival in Hamburg am 01.06.2018.

Der amerikanische Trompeter, Songschreiber und Produzent Theo Croker, der abwechselnd in Los Angeles, New York und Leesburg, Florida lebt, überschreitet unbefangen musikalische Genregrenzen. In seinen Songs steckt das Beste aus Soul, Jazz, Blues, Funk, Fusion und Hip-Hop. Sein Großvater, der Trompeter Doc Cheatham, spielte einst mit Cab Calloway und Benny Carter und stand mit Ma Rainey und Billie Holiday im Studio. In den Zeiten der Pandemie hat der 36-Jährige mehr als jemals zuvor über sich, seine Herkunft und sein Erbe nachgedacht. Die unfreiwillige musikalische Auszeit in der Pandemie half ihm, die vergangenen zehn Jahre zu rekapitulieren: Reisen, Konzerte, Aufnahmen. Croker war in der Lage, sich selbst als Mensch mit seiner Spiritualität zu spüren und neue Inspiration zu empfangen. Seine Musik sei frei, genauso wie seine Kreativität, sagt er selbst.

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Auf dem Cover von "BLK2Life / A Future Past" sieht man Theo Croker in der Tradition der Afro-Futuristen illustriert. Wer genau hinguckt, sieht da auch ein paar Pilze rumstehen, die etwas mit Bewusstseinserweiterung zu tun haben könnten … Immer auf der Suche nach der eigenen schwarzen Identität macht Theo Croker Musik, die man so ähnlich auch bei amerikanischen Kollegen wie Keyboarder Robert Glasper oder Schlagzeuger Kendrick Scott finden kann. Im musikalischen Team seines neuen Albums dabei ist der Hip-Hop Musiker und Produzent Wyclef Jean, Mitbegründer der legendären Gruppe "Fugees". Mit ihm hat Theo Croker den Song "BLK2The Future" aufgenommen. Dazu kommen die Songs mit den Soulstimmen von Ari Lennox und Charlotte dos Santos. "Wenn wir wollen, dass die Zukunft hell leuchtet, dann müssen wir die Vergangenheit in der Gegenwart benennen", sagt Theo Croker und bezieht sich auf die schwarze Kultur in Amerika. Man könne die Wahrheit in der Realität benennen und dabei immer noch Glück finden. Das sei eine Dualität wie im Yin und Yang.

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