NDR Elbphilharmonie Orchester

Live auf NDR Kultur: Juraj Valčuha & Jean-Guihen Queyras

Freitag, 12. Februar 2021, 20:00 bis 22:00 Uhr

Der Cellist Jean-Guihen Queyras spielt im Spiel versunken/mit geschlossenen Augen © imago Foto: Michael Kneffel
Der Cellist Jean-Guihen Queyras spielt im Spiel versunken/mit geschlossenen Augen © imago Foto: Michael Kneffel
Der Cellist Jean-Guihen Queyras zu Gast beim NDR Elbphilharmonie Orchester in Hamburg.

Der slowakische Dirigent Juraj Valčuha ist dem NDR Elbphilharmonie Orchester seit einigen Jahren eng verbunden. Seit 2016 ist er Music Director des Teatro San Carlo Neapel sowie Erster Gastdirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Er ist Preisträger des Premio Abbiati 2018 (Italien) als "Bester Dirigent". Juraj Valčuha studierte Dirigieren und Komposition in Bratislava, St. Petersburg und Paris.

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Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester

Jean-Guihen Queyras ist für seine Interpretationen Alter Musik ebenso bekannt wie für die Uraufführung zahlreicher zeitgenössischer Werke. Der in Kanada geborene französische Cellist ist Preisträger des Internationalen Musikwettbewerb der ARD München und wird seitdem von den führenden Orchestern weltweit als Solist eingeladen. Mittlerweile ist er Professor an der Musikhochschule in Freiburg. Sein geplantes Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester im vergangenen Herbst musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Doch nun ist es soweit! Exklusiv für Hörerinnen und Hörer von NDR Kultur präsentiert er sich mit Schostakowitschs erstem Violoncellokonzert.

Die Abrechnung mit Stalin

Dmitrij Schostakowitschs Erstes Cellokonzert entstand in der Tauwetter-Periode nach Stalins Tod im Jahr 1959 und wird im Allgemeinen als musikalische "Abrechnung" des Komponisten mit den Vorwürfen verstanden, die seine angeblich "volksfremde" und "formalistische" Musik unter Stalins Herrschaft getroffen hatten. Dafür spricht die ständige Wiederkehr eines Motivs, das Schostakowitsch aus den Initialen seines Namens (D-S-C-H) ableitete und das auch in anderen Werken als Symbol seines persönlichen Triumphs über die repressive sowjetische Kulturbürokratie gedeutet werden darf.

Eine Mini-Sinfonie zum Sieg der Roten Armee

Ganz anders war die Ausgangslage rund 15 Jahre zuvor: Man schrieb das Jahr 1945, der Zweite Weltkrieg war beendet und die Machthaber der Sowjetunion erwarteten vom berühmtesten Komponisten der Nation eine triumphale Sinfonie, "die unserem großen Sieg gewidmet ist". Umso größer war die Überraschung, als man statt einer heroischen "sowjetischen Neunten" so etwas wie einen sinfonischen Witz vorgesetzt bekam. Nonchalant hatte Schostakowitsch nicht nur den seit Beethoven heraufbeschworenen Mythos einer "Neunten", sondern auch die erwünschte Antwort auf den Sieg der Roten Armee ignoriert und eine klassizistische, alles andere als "ernste" Mini-Sinfonie komponiert.

Moderation: Philipp Cavert

Das Programm

Dmitrij Schostakowitsch
Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Jean-Guihen Queyras Violoncello
NDR Elbphilharmonie Orchester
Ltg.: Juraj Valčuha

Live aus der Elbphilharmonie Hamburg

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