Das Gemälde "Guernica" des spanischen Künstlers Pablo Picasso im Museum Reina Sofía © picture alliance /AP/dpa Foto: Francisco Seco

"Guernica" zeigt den Schrecken des Krieges

Stand: 12.07.2021 11:57 Uhr

Mit seinem Bild "Guernica" reagierte Pablo Picasso auf die Zerstörung der gleichnamigen Stadt im Spanischen Bürgerkrieg. Das Gemälde gehört heute zu den bekanntesten Werken des Malers.

von Pastor Michael Thiel

Am 12. Juli 1937 stellte Pablo Picasso auf der Weltausstellung in Paris sein Bild "Guernica" der Öffentlichkeit vor. Er verarbeitet mit diesem Bild seinen Schrecken über den Angriff der deutschen Luftwaffe auf die Stadt Guernica. Die Stadt wurde weitgehend zerstört und ist ein Mahnmal für die Sinnlosigkeit der Zerstörung im Krieg. Picasso malt ein 27 Quadratmeter großes Bild in Grautönen. Man sieht ein chaotisches Durcheinander von Menschen, schreienden Köpfen und Tieren.

Auf den ersten Blick ist da keine Hoffnung, keine Perspektive. Nur Schrecken und bodenlose Angst. Sehr versteckt kann man christliche Symbole entdecken. Picasso findet Gott nicht mehr im Bombardement der Zivilbevölkerung. Aber sein Bild könnte darauf hindeuten, dass er auf der Suche bleibt. Mich bewegt dieses Bild, seitdem ich es als Schüler zum ersten Mal gesehen habe. Mich bewegt es, weil bis heute unschuldige Menschen Opfer von sinnloser Gewalt werden.

Hier in Hermannsburg haben wir einen Friedensweg2Go gestaltet. Ein multimedialer Pilgerweg mit sechs Stationen. Er regt zum Nachdenken an: Was könnte mein Beitrag zum Frieden sein? Heute, hier und in der Welt. Was ist die Friedensbotschaft der Bibel, und was kann ich gegen den Unfrieden in mir tun? Das hält kein Bombardement wie in Guernica auf, aber der Friede braucht immer einen ersten Schritt. Den kann ich tun.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Moment mal | 12.07.2021 | 18:12 Uhr

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