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Die neue Seidenstraße

Montag, 10. September 2018, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Käuferinnen und Verkäuferinnen an einem Marktstand mit Lebensmitteln. © NDR Foto: Dr. Birgit Wetzel

An der neuen Seidenstraße

NDR Info - Das Forum -

Entlang der "neuen Seidenstraße" verspricht China Investitionen und Entwicklung. Allerdings nicht ganz uneigennützig, wie die Menschen im Nachbarland Kirgistan erleben.

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Wie die Menschen in Kirgisistan Chinas Prestigeprojekt erleben
Ein Feature von Birgit Wetzel

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Der Al-Atoo-Platz in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans.

Die neue Seidenstraße ist Chinas Prestigeprojekt: der Kern der chinesischen Außenpolitik, ein wirtschafts- und geopolitisches Megaprojekt. Peking will ein Handelsnetz zwischen Asien, Afrika und Europa spannen. Rund 70 Länder sind in das Projekt mittlerweile eingebunden. China baut Straßen, Pipelines, Häfen, das Land verspricht Investitionen und Entwicklung.

Investitionen in Höhe von umgerechnet 50 bis 60 Milliarden Euro hat Peking für die nächsten drei Jahren angekündigt - etwa beim letzten China-Afrika-Gipfel. Außerdem will China mit Afrika stärker in der Sicherheitspolitik zusammenarbeiten. Kritiker warnen vor einer neuen Form des Kolonialismus, China verspricht gemeinschaftliche wirtschaftliche Entwicklung und Win-Win-Situationen.

Länder wie Kirgisistan hoffen auf mehr Handel

Auf den Nutzen für alle Beteiligten hoffen auch die Länder Zentralasiens, die an der neuen Seidenstraße Richtung Europa liegen. Verbindungen nach China gibt es hier schon lange. Und das Wort "Seidenstraße" weckt Erinnerungen an die Zeiten, als die Handelskarawanen - beladen mit Keramik und Seide aus China oder mit Glas und Edelmetallen aus Europa - durch diese Region zogen.

Die Menschen hoffen, durch die neue Seidenstraße Anschluss zu finden an die globale wirtschaftliche Entwicklung. Aber sie sind sich nicht sicher, ob sie von dem Projekt wirklich profitieren werden - etwa in Kirgisistan, einem der kleinen Nachbarländer Chinas.