DAS!

Politikberater, Autor und Journalist Leonard Kaminski zu Gast

Mittwoch, 11. August 2021, 18:45 bis 19:30 Uhr
Donnerstag, 12. August 2021, 05:15 bis 06:00 Uhr

Anlässlich des Jubiläumsjahres "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" wünscht sich der Schirmherr des Veranstaltungsprogramms, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ein klares Bekenntnis, dass "Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Teil von uns sind" - sowie ein entschiedenes Entgegentreten denen gegenüber, "die das noch oder wieder infrage stellen". Die Bundesrepublik sei "nur vollkommen bei sich, wenn Juden sich hier vollkommen zu Hause fühlen". Aber wie selbstverständlich ist eigentlich heute jüdisches Leben in Deutschland? Was braucht es von Politik und Gesellschaft, um dieses Heimat-Gefühl sicherzustellen?

Der aktuell erschienene Antisemitismus-Bericht 2020 dokumentiert einen deutlichen Anstieg antisemitischer Vorfälle. Heute leben zirka 200.000 Juden in Deutschland, das sind 0,24 Prozent der Gesamtbevölkerung. Nicht Teil der deutschen Gesellschaft zu sein, als "anders" wahrgenommen zu werden, aber auch Antisemitismus, Diskriminierung und sogar Gewalt prägen Erfahrungen mancher Jüdinnen und Juden.

In diesem Kontext beschäftigt sich Politikberater, Autor und Journalist der "Jüdischen Allgemeinen" Leonard Kaminski mit den Alltagserfahrungen seiner Religionsgemeinschaft. Kaminski wird 1987 in Berlin geboren und wächst dort auf. Nach seinem Abitur studiert er Internationale Beziehungen, Internationale Sicherheitsstudien und Politikwissenschaft in Israel, Paris und Berlin, ist 2015 Mitglied des Parlaments der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Mitglied in der "Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus", kurz "KIgA e.V." und Gründungsmitglied der RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin).

Wie lässt sich jüdisches Leben in Deutschland selbstbestimmt gestalten? Wie bekommen Traditionen und Gebräuchen in unserer Gesellschaft einen selbstverständlich(er)en Platz? Diesen und anderen Fragen geht Leonard Kaminski im Gespräch mit Inka Schneider nach.

 

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Produktionsleiter/in
Martin Laue
Redaktionsleiter/in
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Moderation
Inka Schneider
Redaktion
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