Volleyball-Supercup: SSC Schwerin unterliegt Meister Stuttgart

Stand: 15.10.2023 22:11 Uhr

Die Volleyballerinnen vom SSC Schwerin haben den ersten Titel der Saison dem MTV Stuttgart überlassen müssen. Der Pokalsieger unterlag am Sonntag dem deutschen Meister im Duell um den Supercup mit 1:3 (25:27, 25:21, 17:25, 21:25).

In der mit rund 4.600 Zuschauern ausverkauften und stimmungsvollen Stadthalle in Rostock hatten im ersten Satz beide Teams die Chance zur Führung, es war ein Duell auf Augenhöhe. Die Gastgeberinnen führten zwischenzeitlich mit 12:9, doch beim Stand von 17:17 kippte der Satz in Richtung Stuttgart. Die bärenstarke US-Amerikanerin Krystal Rivers drehte auf und sorgte mit dem Punkt zum 27:25 für den Satzgewinn des MTV.

SSC bekommt Rivers kaum in den Griff

Die Mannschaft von Felix Koslowski ließ die Köpfe allerdings nicht hängen und kämpfte im zweiten Durchgang leidenschaftlich. Gerade, um Rivers in den Griff zu bekommen: "Der Druck, den sie ausübt, ist extrem hoch. Wenn wir einen Ball von ihr verteidigen wollen, müssen wir mit drei Leuten waagerecht in der Luft liegen, um den im Spiel zu halten. Das ist ein Riesen-Unterschied", sagte Koslowski dem NDR.

Im zweiten Satz gelang dies allerdings: Die Bälle der Amerikanerin wurden mehrfach vom SSC erfolgreich geblockt. Die niederländische Nationalspielerin Nova Marring sorgte mit dem 25:21 nach einer Stunde Spielzeit für den Satzausgleich.

Dritter Satz als Knackpunkt im Spiel

Alles wieder offen für die Mecklenburgerinnen, doch der dritte Abschnitt ging schnell an den MTV. Stuttgart konnte dank einer starken Schlussphase und mit einem 12-1-Lauf erneut vorlegen. 25:17 hieß es am Ende für die Schwäbinnen, dies war der Knackpunkt in einer engen Partie. Die Schwerinerinnen wirkten danach unkonzentriert. Im dann entscheidenden vierten Durchgang machte der Meister mit dem dritten Matchball schließlich alles klar. Rivers sorgte mit ihrem 31. Punkt an diesem Abend für den 3:1-Sieg des MTV.

"Wir hatten im ersten Satz die Chance, ihn zuzumachen - und machen es nicht. Wir kommen im zweiten Satz zurück, auch im dritten sind wir vorne und verlieren dann den Faden, kriegen keinen Ball mehr auf den Boden. Wir müssen lernen, konstanter zu spielen. Auf dem Level wird das gnadenlos bestraft", sagte Anna Pogany dem NDR.

Für die Schwäbinnen war es der zweite Triumph in diesem seit 2016 ausgetragenen Wettbewerb und der erste Erfolg im dritten Vergleich mit den Mecklenburgerinnen.

VIDEO: Anna Pogany im Interview (3 Min)

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.10.2023 | 22:30 Uhr

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