VIDEO: Das Championat von Hamburg in voller Länge (92 Min)

Reiten: Ire Breen Sieger im Championat von Hamburg

Stand: 29.08.2021 16:53 Uhr

Der Ire Shane Breen hat am Sonntag zum Abschluss des Reitturniers in Klein Flottbek das Championat von Hamburg gewonnen. Im Mittelpunkt des verkürzten Klassikers stand die Etappe der Millionenserie Global Champions Tour, die der Niederländer Harrie Smolders für sich entschied.

Das mit 95.000 Euro ausgeschriebene Championat ersetzte in diesem Jahr Corona-bedingt das traditionsreiche Spring-Derby. Breen triumphierte im Stechen im Sattel von Ipswich mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt vor Tobias Meyer (Bonstetten). Der deutsche Meister war mit Greatest Boy in einem Herzschlagfinale gerade einmal drei Zehntelsekunden langsamer als der Sieger und wurde starker Zweiter vor Breens Landsmann Denis Lynch mit Chopin's Bushi. Insgesamt hatten elf Paare das Stechen erreicht, acht blieben im entscheidenden Umlauf ohne Strafpunkte.

Smolders gewinnt Etappe der Global Champions Tour

Am Vortag war Smolders im mit 300.000 Euro dotierten Springen der Global Champions Tour im Sattel von Une de L'Othain als einziger der 29 Starterinnen und Starter ohne Strafpunkte geblieben, das nach Dauerregen tiefe Geläuf machte vielen Paaren das Leben schwer. Zu einem Stechen kam es somit nicht. "Es gibt ja nicht oft viele Nullfehlerritte. Aber das habe ich nicht erwartet", sagte der 41-Jährige.

Rang zwei eroberte Eve Jobs (USA), 23-jährige Tochter des vor zehn Jahren gestorbenen Apple-Chefs Steve Jobs, die sich mit Venue d'Fees Des Hazalles ebenso nur einen Zeitfehler einhandelte wie der drittplatzierte Michael G. Duffy (Irland) mit Lapuccino. In der GCT-Gesamtwertung führt weiter die Australierin Edwina Tops-Alexander, bester Deutscher ist Christian Ahlmann (Marl) als Achter.

Ergebnisse Springprüfung Global Champions Tour

1. Harrie Smolders (Niederlande) - Une de L'Othain 0/1:16:26,40
2. Eve Jobs (USA) - Venue d'Fees Des Hazalles 1/1:18:17,40
3. Michael G. Duffy (Irland) - Lapuccino 2 1/1:20:02,40
4. Denis Lynch (Irland) - Cristello 4/1:16:12,60
5. Ben Maher (Großbritannien) - Ginger-Blue 4/1:16:32,40
6. Philipp Weishaupt (Riesenbeck) - Coby 4/1:16:38,40
7. Marcus Ehning (Borken) - Funky Fred 4/1:16:46,80
8. Nayel Nassar (Ägypten) - Darry Lou 5/1:17:14,40
9. Michael Pender (Irland) - Hhs Calais 5/1:17:18,60
10. Max Kühner (Österreich) - Eic Coriolis Des Isles 5/1:17:26,40;
...13. Laura Klaphake (Steinfeld) - Quin 5/1:19:24,00
21. Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) - Vestmalle Des Cotis 13/1:19:08,40
23. Janne-Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) - Messi van't Ruytershof 13/1:20:47,40
24. Christian Ahlmann (Marl) - Mandato van de Neerheide 16/1:16:37,80

Gemeinsam gewannen die Tech-Erben Jobs und Nayel Nassar das Team-Springen der Global Champions League. Der Ägypter ist der angehende Schwiegersohn von Microsoft-Gründer Bill Gates. "Das könnte der Beginn der Fusion von Microsoft und Apple werden", scherzte Turnier-Chef Volker Wulff. Als Team Paris Panthers verwiesen Jobs und Nassar auch hoch dekorierte Reiter wie den viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum (Team Berlin Eagles) oder den dreimaligen Weltcupsieger Marcus Ehning (Team Valkenswaard United) auf die Plätze.

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Dreher am Freitag vorn

In der Qualifikation zur Global Champions Tour am Sonnabendvormittag hatte Holly Smith (Großbritannien) im Sattel von Denver gesiegt. Das wichtigste Springen am Freitag, ebenfalls Teil der GCT-Qualifikation, gewann Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Vestmalle des Cotis. Der 49-Jährige setzte sich mit dem schnellsten Nullfehlerritt (71,10 Sekunden) vor Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Coby (71,46) durch, der lange geführt hatte.

Im Mai 2022 wieder das volle Programm

Zweimal war der Klassiker in Klein Flottbek wegen Corona abgesagt worden, die verkürzte Version des Traditionsturniers unter Pandemiebedingungen musste ohne das Derby auskommen. Doch immerhin fand es statt, und sogar mit täglich bis zu 5.500 Zuschauern. "Ich bin richtig glücklich, dass Leute da sind. Auch für die Pferde ist das Adrenalin", sagte Smolders. "Es war richtig, dieses Turnier zu veranstalten. Das Risiko war gerechtfertigt", bilanzierte Wullf. Im Mai 2022 soll es dann wieder das volle Programm mitsamt Spring-Derby geben.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 28.08.2021 | 14:00 Uhr

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