Stand: 16.04.2020 13:45 Uhr

Hamburg-Marathon: Streckenänderung erforderlich

Die Planungen des auf den 13. September verschobenen Hamburg-Marathons stellen die Organisatoren vor neue Herausforderungen. Weil die Messehallen an dem neuen Termin vermutlich nicht zur Verfügung stehen, wird das Auswirkungen auf den Streckenverlauf haben. "Es ist noch nicht klar, wo sich Start und Ziel befinden werden", sagte Marathon-Chef Frank Thaleiser: "In Eppendorf werden wir wohl auf die Alsterkrugchaussee zurückkehren, weil am 13. September das Eppendorfer Landstraßenfest stattfinden soll." Man müsse mit vielen Stellen in der Stadt sprechen, so Thaleiser: "Das ist ein Prozess, der dauert. Ich habe aber auch vollstes Verständnis, dass man in den Behörden gerade nicht so begeistert ist ob unserer Anfragen. Wir sind ja auch erst in einem halben Jahr dran. Aber am Ende des Tages muss dann jemand eine Entscheidung treffen."

Anmeldung wieder geöffnet

Die Anmeldung für die 35. Auflage des Marathons, der ursprünglich an diesem Sonntag stattfinden sollte, ist seit Ostermontag wieder geöffnet. Thaleiser räumte allerdings ein, dass die Organisatoren derzeit noch viele Stornierungen abarbeiten müssten und nicht abzusehen sei, wie viele Teilnehmer sich für den Start in der Hansestadt Mitte September entscheiden.

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Hamburg-Marathon für den 13. September geplant

Der 35. Hamburg-Marathon soll am 13. September 2020 stattfinden. Das Laufspektakel in der Hansestadt hatte aufgrund der Coronakrise verschoben werden müssen. mehr

"Die rund eintausend Dänen werden uns vermutlich wegbrechen, weil am selben Tag in Kopenhagen der Halbmarathon stattfinden soll." Unklar ist auch, welche Topläufer in Hamburg starten werden. Die Veranstaltung verfügt zwar über den "Gold Label"-Status, daher müssten aufgrund der bisherigen Vorgaben des Weltverbandes sechs Athleten mit diesem Status antreten. "Ich denke aber, dass der Weltverband das überdenken wird, da es im September und Oktober ja viele Marathonläufe gibt", so Thaleiser.

Klar ist, dass aufgrund der ausgesetzten Dopingkontrollen weder in Hamburg noch bei anderen Läufen bis zum 30. November eine Qualifikation für die ins Jahr 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio möglich ist. Philipp Pflieger, der am Jahresanfang zum LT Haspa Marathon Hamburg gewechselt ist und die Qualifikationszeit von 2:11:30 Stunden unterbieten muss, plant dennoch einen Start in der Hansestadt.

Aktion "runyourownblueline" am Sonntag

Damit am Sonntag trotz der Absage ein wenig Marathon-Feeling in der Stadt aufkommt, haben die Veranstalter auf ihrer Website die Aktion "runyourownblueline" gestartet. Wer kann, soll einen beliebig langen Lauf absolvieren unter der Berücksichtigung des vorgegeben Mindestabstandes im öffentlichen Raum, heißt es auf der Seite.

Karte: 42,195 km durch Hamburg 2019
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30. Hannover-Marathon erst im nächsten Jahr

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Sportclub | 19.04.2020 | 22:30 Uhr