Philipp Vorlicek von der HSG Nordhorn-Lingen (l.) im Duell mit Ludwigshafens Jonathan Scholz. © imago images / Werner Scholz

Zweiter Saisonsieg: Nordhorn schlägt Ludwigshafen

Stand: 11.11.2020 20:53 Uhr

Handball-Bundesligist Nordhorn-Lingen hat den zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Damit hat die HSG nach sieben Partien schon so viele Punkte wie in der gesamten vergangenen Spielzeit auf dem Konto.

von Johannes Freytag

Beim 27:24 (15:7)-Erfolg gegen die Eulen Ludwigshafen am Mittwochabend glänzte HSG-Keeper Bart Ravensbergen, der vor allem in der ersten Spielhälfte mit seinen Paraden die Gäste entnervte. Im Angriff ragte Robert Weber mit elf Treffern heraus. Durch den Erfolg hat Nordhorn-Lingen vorerst die Abstiegsränge verlassen.

HSG setzt sich mit einem 5:0-Lauf ab

Das Duell der beiden nur durch den Corona-bedingten Saisonabbruch vor dem Abstieg geretteten Clubs entwickelte sich zunächst zäh. Nach einer knappen Viertelstunde (12./4:2) nahm die Partie Fahrt auf: Nordhorn-Lingens Offensive zeigte sich treffsicher, Torwart Ravensbergen nahezu unüberwindbar. Der 27 Jahre alte Niederländer beeindruckte mit elf Paraden (darunter ein Siebenmeter) und war damit Ausgangspunkt für einen 5:0-Lauf der Gastgeber, der in Webers 15:6 gipfelte (28.). Ludwigshafen erzielte zwischen der 20. und der 29. Minute nicht ein einziges Tor, erst kurz vor der Halbzeit-Sirene konnte Jannek Klein auf 15:7 verkürzen.

HSG wankt, fällt aber nicht

Dass Ludwigshafen in der Lage ist, Rückstände wettzumachen, bewiesen sie zuletzt bei der TSV Hannover-Burgdorf, wo die Eulen in den letzten 74 Sekunden der Partie aus einem Drei-Tore-Rückstand noch ein 27:27 machten.

Zunächst deutete aber nichts daraufhin, dass den Gästen ein ähnlicher Husarenstreit gelingen würde. Neun Minuten nach Wiederbeginn baute Georg Pöhle den HSG-Vorsprung auf neun Tore aus (39./19:10). Die vermeintliche Vorentscheidung entpuppte sich jedoch als Trugschluss - plötzlich waren die Eulen im Spiel, warfen Tor um Tor und kamen mit einem 7:0-Lauf ihrerseits bis auf drei Treffer heran (20:17/48.).

Rote Karte für Pöhle

Daniel Kubes schwor sein Team noch einmal ein. Doch zur Beruhigung trug die Auszeit des HSG-Trainers nicht bei. Weber verdribbelte einen aussichtsreichen Tempo-Gegenstoß, Patrick Miedema traf nur die Latte und zu allem Überfluss sah Pöhle die Rote Karte - acht Minuten vor dem Ende lag die HSG weiterhin lediglich mit drei Treffern vorne (21:18), eineinhalb Minuten vor Schluss nur noch mit zwei Toren (25:23). Doch unmittelbar nach Daniel Wernigs Siebenmeter-Treffer bereitete Weber mit seinem elften Tor dem Zittern ein Ende.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.11.2020 | 23:03 Uhr

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