Sendedatum: 11.03.2009 13:25 Uhr  | Archiv

Zwangsabstieg für Kiel laut HBL kein Thema

Der Justiziar der Handball-Bundesliga (HBL), Andreas Thiel, hat einen Zwangsabstieg des THW Kiel kategorisch ausgeschlossen. "Da gibt es keine Rechtsgrundlage. Das ist absoluter Nonsens", sagte der ehemalige Nationaltorwart am Mittwoch. Selbst falls sich die bislang unbestätigten Gerüchte in der angeblichen Manipulationsaffäre bewahrheiten sollten, werde der THW nicht in die Zweite Liga strafversetzt. Bislang seien die Vorwürfe "durch nichts gestützte Vermutungen", betonte der frühere Weltklasse-Torhüter. Der deutsche Rekordmeister soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" bei mindestens zehn Champions-League-Spielen Schiedsrichter bestochen haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt inzwischen. Die THW-Verantwortlichen weisen die Vorwürfe zurück.

Keine Strafe gegen Verein, sondern Einzelpersonen

Es gebe im nationalen Handballgesetz "einen Aspekt", der eventuelle Konsequenzen nach sich ziehen könnte, sagte Thiel. In Paragraf 1, Absatz 2 heißt es: "Ferner entscheiden die Rechtsinstanzen über die Ahndung von Verstößen gegen die Grundregeln des sportlichen Verhaltens." Dies sei eine "Generalklausel, unter die man Vorfälle dieser Art packen könnte", erklärte Thiel. Auf dieser Grundlage habe das Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes (DHB) 2006 einen Spieler eines Nord-Zweitligisten wegen eines "Manipulationsversuchs" für etwa viereinhalb Monate gesperrt. "Da haben wir auch keinen Verein bestraft, sondern eine Einzelperson", betonte Thiel.

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Sport aktuell | 11.03.2009 | 13:25 Uhr

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