Steffen Weinhold vom THW Kiel © imago images/Dirk Reps

THW Kiel feiert Arbeitssieg - und springt auf Rang drei

Stand: 02.03.2021 22:15 Uhr

von Florian Neuhauss

Nach der Niederlage am grünen Tisch bei HC Motor Saporoschje zeigte der THW zu Hause eine starke Leistung. Gegen die Slowenen, die in der heimischen Liga alle Spiele gewonnen haben, gönnte Trainer Filip Jicha einigen Leistungsträgern Verschnaufpausen. Dafür kamen Youngster wie Sven Ehrig oder auch Routinier Pavel Horak zum Einsatz. Genauso wie Torhüter Dario Quenstedt, der anstelle von Niklas Landin zwischen den Pfosten stand, machten sie ihre Sache gut und zeigten auch in einer hektischen Schlussphase keine Nerven.

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Nach einer Modus-Änderung qualifizieren sich alle Teams für die erste K.o.-Runde. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel, das der THW schon am Donnerstag (17 Uhr) gegen HC Zagreb bestreitet, hätten die Kieler den dritten Platz sicher. Sie haben den direkten Vergleich gegen die aktuell punktgleichen Teams aus Aalborg und Saporoschje gewonnen. Gegner wäre dann der Sechste der Gruppe A.

Celjes Mlakar sorgt für Kuriosum

Anders als im Hinspiel, als der THW mit 0:5 und 1:6 zurücklag, zeigten die Kieler eine konzentrierte Anfangsphase. Ehrig warf die "Zebras" mit 2:1 erstmals in Führung (4.). Magnus Landin (3:1/4.), Patrick Wiencek (5:2/7.), Steffen Weinhold (8:4/14.) und Hendrik Pekeler (10:5/16.) erhöhten Step by Step. Dabei nutzten die Schleswig-Holsteiner zu Beginn längst nicht alle ihre Angriffe, sondern leisteten sich auch immer wieder leichte Fehler.

THW Kiel - RK Celje/Slowenien 33:29 (19:15)

Tore für Kiel: Ekberg (5), Landin (5), Pekeler (4), Wiencek (4), Zarabec (4), Ehrig (3), Sagosen (3), Weinhold (2), Horak (1), Reinkind (1), Sunnefeldt (1)
Tore für Celje: Mazej (6), Nacinovic (5), Mlakar (4), Razgor (3), Dragasevic (2), Groselj (2), Marguc (2), Novak (2), Cepic (1), Horzen (1), Korin (1)
Strafminuten: 2 / 2
Disqualifikation: - / -
Zuschauer: keine

Doch die Slowenen waren in der ersten Hälfte kein Gegner für den deutschen Rekordmeister. Dario Quenstedt zeigte zudem einige gute Paraden - wie beim Siebenmeter gegen Domen Novak (21.). Eine Minute zuvor hatte Ziga Mlakar für die kurioseste Szene der Partie gesorgt. Nachdem der Slowene einen Pass stark abgefangen hatte, sah er, dass Quenstedt zu einer Trinkpause an der Bank war. Doch anstatt auf 9:12 zu verkürzen, warf Mlakar am leeren Tor vorbei. 19 Treffer des THW vor der Pause zeigten, dass die Hausherren im Laufe der ersten 30 Minuten deutlich zielstrebiger waren.

Sagosen zieht den Gästen den Stecker

Schon kurz nach der Pause witterte Celje allerdings am späten Abend Morgenluft. Die Umstellung der Kieler auf eine 3-2-1-Deckung gab den Slowenen, die auf zwei Tore herankamen (18:20/33.), zu viel Raum. Doch nach den Abbruch dieses Experiments stellten die Gastgeber schnell wieder den Pausen-Vorsprung her (Pekeler, 24:20/40.). Elf Minuten später erhöhte Wiencek auf 30:24. Celje hatte nichts mehr zu verlieren und kam tatsächlich noch mal auf zwei Punkte heran (29:31/55.). Doch statt noch weiter zu verkürzen, zog Sander Sagosen den Gästen mit einer bärenstarken Einzelleistung und dem 32:29 (59.) den Stecker.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 02.03.2021 | 23:03 Uhr

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