Stand: 21.08.2019 21:24 Uhr

Spannender Handball-Supercup: Flensburg schlägt Kiel

von Ingmar Deneke, NDR.de
Flensburg gewinnt zum vierten Mal den Supercup.

Die SG Flensburg-Handewitt hat den Handball-Supercup 2019 gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich am Mittwochabend gegen Pokalsieger THW Kiel mit 4:3 im Siebenmeterwerfen durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 28:28 (14:13) gestanden. Das 100. Landesderby zwischen den beiden Nordrivalen kurz vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison fand in Düsseldorf statt. Vor 9.713 Zuschauern war Johannes Golla ("Das war ein super Spiel") mit acht Treffern bester Schütze der Flensburger. Auf der Gegenseite trafen Niclas Ekberg, Domagoj Duvnjak und Magnus Landin (je fünf) am häufigsten.

Nord-Duell auf Augenhöhe

Das erste Tor der prestigeträchtigen Partie erzielte Flensburgs Jim Gottfridsson nach 58 Sekunden. Die SG, die die Abgänge von Kapitän Tobias Karlsson und Rasmus Lauge (Spieler der Saison) verkraften musste, erwischte den besseren Start, führte nach sechs Minuten mit 4:2.

Doch auch die Kieler, in der Vorbereitung unter anderem mit Siegen gegen die internationalen Top-Clubs Paris St. Germain und FC Barcelona, zeigten flüssige Angriffe und glichen schnell zum 4:4 aus (9.); und fünf Minuten später lag der Pokalsieger erstmals vorne (7:6). "Wir müssen dagegen halten", appellierte Flensburgs Coach Maik Machulla an seine Spieler in einer Auszeit in der 20. Minute, denn der THW hatte seinen Vorsprung mittlerweile auf drei Treffer ausgebaut (11:8). Eine Ansage mit Wirkung: Erst der Ausgleich zum 11:11 (24.), dann die 14:13-Führung zur Halbzeit.

Duvnjak vergibt Kieler Siegchance

Wetzlar - Flensburg 27:27 (14:11)

Tore für Wetzlar: Björnsen (5), Holst (5/2), Cavor (4), Forsell Schefvert (4), Rubin (3), Feld (3), Kneer (2), Ferraz (1)
Tore für Flensburg: Johannessen (5), Röd (4), Gottfridsson (4), Hald Jensen (3), Jeppsson (3), Jondal (3), Wanne (2/2), Golla (2), Svan (1)
Zuschauer: 3.904

Vier Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da trug sich auch Kiels Kapitän Duvnjak erstmals in die Torschützenliste ein (15:16). Teamkollege Steffen Weinhold legte kurz darauf zum 16:16 nach. An der Seitenlinie "spielte" der neue THW-Trainer Filip Jicha emotional mit. Es blieb ein Hin und Her, kein Team konnte sich absetzen. Feine Offensivaktionen wechselten sich auf beiden Seiten mit leichten Fehlern ab. Die Zuschauer bekamen die erhoffte spannende Schlussphase zu sehen - Spielstand gut fünf Minuten vor dem Ende: 26:26. Als Golla 30 Sekunden vor der Sirene eine Zweiminuten-Strafe bekam, konnten die Kieler ihre Überzahl nicht nutzen - Duvnjak warf im letzten Versuch der regulären Spielzeit weit übers Tor.

Buric: Erst Bank, dann Matchwinner

Keine Verlängerung, die Entscheidung fiel von der Siebenmeter-Linie. Mit frischem Personal im Tor. Bei Flensburg wechselte sich der zuvor durchspielende Torbjörn Bergerud mit Benjamin Buric ab. Beim THW kam neben der Nummer eins Niklas Landin auch Neuzugang Dario Quenstedt zum Zuge. Das entscheidende Duell gewann Buric gegen Duvnjak - kurz darauf lagen sich die siegreichen Flensburger in den Armen.

Die 54. Bundesliga-Saison startet am Donnerstag mit drei Spielen. Kiel und Flensburg sind erst am Sonntag gefordert. Der THW erwartet Frisch Auf Göppingen. Die SG gastiert bei der MT Melsungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.08.2019 | 22:40 Uhr