Stand: 12.11.2017 20:30 Uhr

Schwache Kieler blamieren sich gegen Celje

von Matthias Heidrich, NDR.de
Bittere Pleite für Kiel - 26:29 zu Hause gegen Celje.

Der THW Kiel hatte sich nach einer schwierigen Phase eigentlich wieder berappelt und zuletzt einige Siege eingefahren. Doch am Sonntag im Champions-League-Spiel gegen RK Celje zeigte der deutsche Handball-Rekordmeister wieder sein fahriges, in Teilen auch unmotiviertes Gesicht. In eigener Halle unterlagen die "Zebras" dem Außenseiter aus Slowenien überraschend mit 26:29 (15:14) und ernteten nach der Schlusssirene Pfiffe der eigenen Fans. Es war die vierte Pleite im siebten Spiel für die Schleswig-Holsteiner, die in der Gruppe B auf Rang sieben abrutschten. Nur die ersten Sechs ziehen ins Achtelfinale ein. "Celje hat sehr wenig Fehler gemacht, wir hingegen sehr viele. Wir haben zu oft die falschen Entscheidungen getroffen, zu viel verworfen und zu viele Fehlpässe produziert", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Bereits am Donnerstag steht in der Bundesliga das nächste Spiel für den THW zu Hause gegen Lemgo an, bevor es dann am kommenden Sonntag direkt wieder auswärts gegen Celje geht - zum Auftakt der Rückrunde in der Gruppenphase.

Weinhold fällt mit Muskelfaserriss aus

Videos
29:59

Uwe Schwenker: Abgestürzt - Aufgestanden

12.11.2017 23:15 Uhr
Sportclub

Uwe Schwenker war der "Hoeneß des Handballs". Dann kamen der Absturz und der schwere Weg zurück. In der Sportclub Story spricht der Ex-THW-Kiel-Manager offen wie noch nie über "die schwerste Zeit" seines Lebens. Video (29:59 min)

Ohne Steffen Weinhold, der mit einem Muskelfaserriss erst einmal ausfallen wird, traten die Kieler gegen die junge Mannschaft aus Slowenien an. Und ein zuverlässiger Torjäger fehlte den "Zebras" auch in der ersten Hälfte. Niklas Landin im THW-Kasten hielt stark, doch seine Vorderleute waren nicht durchweg konzentriert. Die Schleswig-Holsteiner gingen mehrfach auf drei Tore weg, doch dann ließen die Gastgeber Celje immer wieder herankommen, warfen vorne leichte Bälle einfach weg. "Wir sind unser größter Feind im Moment", sagte Gislason in einer Auszeit zum Ende des ersten Durchgangs seiner Mannschaft und hatte vollkommen Recht damit. Die 15:14-Führung zur Pause für die "Zebras" war unnötig knapp für den deutschen Rekordmeister.

Zeitz trifft, Bilyk nicht

Spielerisch lief im Angriff auch nach dem Seitenwechsel wenig zusammen bei den Kielern. Doch der eingewechselte Christian Zeitz mit fünf Toren hielt die THW-Fahne hoch. Celje erwies sich als hartnäckiger und offensiv kreativer Gegner. Nach 53 Minuten führten die Slowenen auf einmal mit 26:23. Und das nicht unverdient. Die Gastgeber wirkten ein bisschen ratlos. Sinnbildlich für den THW stand an diesem Tag Rückraumspieler Nikola Bilyk, der bei acht Versuchen nur zwei Tore markierte. Ohne offensive Durchschlagskraft oder spielerische Lösungen war gegen die technisch starken Slowenen nichts mehr zu machen. Am Ende kassierten die Kieler eine verdiente Heimniederlage. "Das war eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison", fasste es Landin nach der Partie treffend zusammen.

Kiel - Celje 26:29 (15:14)

Tore Kiel: Ekberg (6), Zeitz (5), Vujin (3), Wiencek (3), Bilyk (2), Nilsson (2), Zarabec (2), Dahmke (1), Landin Jacobsen (1), Toft Hansen (1)
Celje: Malus (8), Vujovic (5), Anic (4), Kodrin (3), Dujshebaew (3), Beciri (3), Marguc (1), Razgor (1), Jurecic (1)

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 12.11.2017 | 22:30 Uhr

Mehr Sport

01:03

96 lässt sich nicht unterkriegen

25.11.2017 11:57 Uhr
NDR Info
01:24