Flensburgs Johannes Golla im WM-Spiel Deutschlands gegen Ungarn © WITTERS Foto: MathiasBergeld

Nach Handball-WM: Flensburgs Golla positiv auf Corona getestet

Stand: 31.01.2021 14:08 Uhr

Wenige Tage nach der Rückkehr der Nationalmannschaft von der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten ist Johannes Golla vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kreisläufer begab sich in häusliche Quarantäne.

Der 23-Jährige sollte am Donnerstag ins Mannschaftstraining der SG Flensburg-Handewitt einsteigen, klagte aber über leichte Erkältungssymptome und nahm nicht an der Übungseinheit teil. Am Freitag unterzog sich Golla wie die gesamte Flensburger Mannschaft einem Test. Dieser fiel bei dem Nationalspieler positiv aus.

Letzte Tests beim DHB-Team waren negativ

Das DHB-Team war noch vor der Abreise am Dienstag in Ägypten sowie nach der Ankunft in Deutschland getestet worden. Die PCR-Tests waren komplett negativ ausgefallen. "Alle Mitglieder der an der Weltmeisterschaft in Ägypten teilnehmenden Delegation sind hierüber vorsorglich informiert worden", hieß es in einem Statement des Deutschen Handballbundes. Während der WM seien alle Delegationsmitglieder täglich negativ getestet worden: "Es liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, wann und wo eine Infektion stattgefunden haben könnte."

Die SG Flensburg-Handewitt vermutete am Sonntag den Infektionsherd dennoch in Ägypten. "Da wir die Inkubationszeit betrachten müssen, gehen wir und Experten von der sehr hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass er sich noch in Ägypten angesteckt hat", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Golla sei nach der Rückkehr in ein desinfiziertes Auto gestiegen und alleine nach Flensburg zurückgefahren. "Er hatte nullkommanull Kontakt zu irgendjemandem", so Schmäschke weiter. Der Nationalspieler habe Symptome, im gehe es den Umständen entsprechend aber gut.

Viel Kritik an Handball-WM während der Pandemie

An der Ausrichtung der WM-Endrunde mit 32 Mannschaften mitten in der weltweiten Pandemie hatte es viel Kritik gegeben, unter anderem von THW Kiels Topstar Sander Sagosen. Die DHB-Führung hatte die Bedingungen vor Ort jedoch als sicher eingestuft und die Organisatoren für die Umsetzung des Hygienekonzepts gelobt. "Die WM hat perfekt funktioniert", urteilte Bob Hanning vor der Abreise. Allerdings räumte der DHB-Vizepräsident auch ein: "Natürlich kann es passieren, dass wir noch irgendwo einen Corona-Fall bekommen. Das ist nun einmal so in der heutigen Zeit."

Die Liga dürfte die jüngste Entwicklung daher mit Sorgen verfolgen und hoffen, dass Golla ein Einzelfall bleibt. Denn noch ist die WM nicht vorbei. Immerhin stehen im Endspiel zwischen Titelverteidiger Dänemark und Schweden am Sonntagabend etliche Bundesligaprofis auf dem Parkett, unter anderem THW Kiels Top-Torwart Niklas Landin (Dänemark) sowie die Flensburger Jim Gottfridsson oder Hampus Wanne (Schweden).

SG ohne Golla gegen Brest

Da sich Golla nun für 14 Tage in Quarantäne befindet, muss die SG am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr) in der Champions League bei HC Meshkov Brest auf den Nationalspieler definitiv verzichten. Nach dem "Königsklassen"-Heimspiel gegen Skopje (11. Februar) geht es für den Bundesliga-Tabellenführer am 14. Februar in der Liga mit der Heimpartie gegen die TSV Hannover-Burgdorf weiter.

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Dieses Thema im Programm:

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