Stand: 10.07.2020 14:39 Uhr

Handball: "Recken" verzichten auf den Europapokal

Fabian Böhm und die TSV Hannover-Burgdorf konzentrieren sich auf Liga und Pokal.

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf startet am Montag in die Vorbereitung auf die neue Saison - in der der Viertplatzierte der abgebrochenen Spielzeit eigentlich international hätte starten dürfen. Doch die "Recken" verzichten auf die Teilnahme an der European Handball League (EHL), wie der bisherige EHF-Cup jetzt heißt. Geschäftsführer Eike Korsen sprach am Freitag von einer "Entscheidung der Vernunft".

Bundesliga das "Brot- und Buttergeschäft"

Ursprünglich hätten die Niedersachsen in der Qualifikationsrunde, die bereits Mitte September stattfinden wird, in die EHL eingegriffen. Nach einem K.o.-Duell mit Hin- und Rückspiel gibt es eine Gruppenphase mit je sechs Teams pro Gruppe und zehn weiteren Spielen, an die sich wiederum im K.o.-Modus ein Achtel- und Viertelfinale auf dem Weg zum Final4-Turnier anschließt. Die zusätzlichen Termine wären eine deutliche Überbelastung für den Verein gewesen, so Sportchef Sven-Sören Christophersen. Die auf 20 Vereine aufgestockte Bundesliga, die am 1. Oktober starten soll, sei mit ihren 38 Spieltagen "mehr als genug Herausforderung, und ist unser Brot- und Buttergeschäft".

Zudem kämpft Hannover-Burgdorf auch noch um den DHB-Pokal der abgelaufenen Saison. Das Finalturnier wird am 27./28. Februar nachgeholt.

Kapitän Böhm: Enttäuschung und Verständnis

"Als Leistungssportler ist es niemals einfach, auf einen Wettbewerb zu verzichten, denn wir haben uns unseren Startplatz in Europa mit kontinuierlicher Arbeit verdient. In diesem Jahr ist die Unsicherheit aber in vielen Bereichen deutlich spürbar", erklärte "Recken"-Coach Carlos Ortega. Auch Kapitän Fabian Böhm zeigte sich enttäuscht: "Wir hätten uns gerne auf der internationalen Bühne präsentiert. Unter den gegebenen Umständen ist es aus wirtschaftlicher Sicht aber die sicherste Entscheidung."

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Schleswig-Holstein Magazin -

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