Flensburgs Trainer Maik Machulla ballt die Fäuste. © imago images / foto2press

Handball-Bundesliga: Souveräne Siege für Flensburg und Kiel

Stand: 19.12.2020 21:59 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Handball-Bundesliga durch ein 29:20 in Ludwigshafen die Tabellenführung verteidigt. Verfolger THW Kiel ist gut aus seiner Corona-Quarantäne gekommen und gewann 34:27 in Stuttgart.

von Johannes Freytag

Für beide Clubs geht die Terminhatz in den kommenden Tagen weiter. Die Flensburger treten schon am Dienstag in der Bundesliga zu Hause gegen die HC Erlangen an, die Kieler bitten einen Tag später die drittplatzierten Rhein-Neckar Löwen zum Spitzenspiel. Zudem haben die "Zebras" direkt nach Weihnachten (28./29. Dezember) das das Finalturnier der Champions League 2019/2020 in Köln vor der Brust.

Flensburg vom Start weg souverän

Die SG sorgte beim Tabellen-18. schnell für klare Verhältnisse. Im Gegensatz zur überraschenden 23:25-Niederlage vor exakt einem Jahr, bei der die Flensburger nach sieben Minuten erst ein einziges Tor erzielt hatten, lagen sie diesmal zum gleichen Zeitraum bereits mit 5:1 in Führung. Der SG-Mittelblock stand gut, Torwart Benjamin Buric hielt aufmerksam, und nach Balleroberung ging es zügig nach vorne (26./13:8). Vor allem Hampus Wanne traf zuverlässig - sein sechstes Tor bedeutete die 15:11-Halbzeitführung.

Röd nach Zusammenprall benommen vom Platz

Und Wanne knüpfte nach Wiederbeginn nahtlos an seine gute Leistung aus dem ersten Durchgang an. Bereits nach 13 Minuten hatte der Schwede sechs weitere Treffer erzielt, Flensburg lag mit zehn Toren mehr als komfortabel vorne (43./23:13). Für Sorgenfalten bei SG-Coach Maik Machulla dürfte nur Magnus Röd gesorgt haben, der nach einem heftigen Zusammenprall mit seinem Gegenspieler Pascal Bühler benommen vom Platz geführt wurde - Bühler sah für die Aktion die Rote Karte (45.).

Die Partie war längst entschieden. Machulla gönnte Magnus Holpert etwas Einsatzzeit, der Youngster dankte es mit dem Treffer zum 27:16 (51.). Auch Wanne hatte noch Lust und erzielte sein 13. Tor, damit war er deutlich bester Werfer der Flensburger an diesem Abend.

THW Kiel: Tempo-Handball und starker Landin

Kiels Harald Reinkind (r.) erzielt gegen den TVB Stuttgart ein Tor. © imago images / Sportfoto Rudel
Kiels Harald Reinkind (r.) erzielte gegen den TVB Stuttgart drei Treffer.

Auch die Kieler zeigten in Stuttgart eine gute Leistung, die Quarantäne-Pause war ihnen nicht anzumerken - vor allem Torhüter Niklas Landin war an seinem 32. Geburtstag gut aufgelegt und glänzte bereits in der ersten Minute mit zwei Paraden, denen er zahlreiche weitere (und auch einen gehaltenen Siebenmeter) folgen ließ. Die "Zebras" gingen hohes Tempo und hatten sich schon bald eine Vier-Tore-Führung herausgeworfen (17./11:7).

Drei Treffer in Folge von Sascha Pfattheicher brachten die Stuttgarter bis auf zwei Tore heran (22./11:13), aber der THW stemmte sich in Person von Malte Voigt dagegen. Der 27-Jährige vom Kooperationspartner TSV Altenholz traf bei seinem THW-Debüt zum 16:12 und stellte den alten Vorsprung wieder her (27.), den Hendrik Pekeler unmittelbar vor der Pause auf 19:14 ausbaute.

THW übersteht Schwächephase

Im zweiten Durchgang begannen die Schleswig-Holsteiner zunächst gut, ließen dann aber nach. Eine Kieler Zeitstrafe, zwei verworfene Siebenmeter von Niclas Ekberg, dazu einige Paraden des TVB-Keepers Johannes Bitter - Stuttgart kam wieder bis auf ein Tor heran (48./24:25). Es wurde nun ein Kraftakt für die Kieler, den sie aber bewältigten. Ein 4:0-Lauf sorgte für das vorentscheidende 29:24 aus Sicht des THW (53.).

Weitere Informationen
Tabelle der Handball-Bundesliga © picture-alliance / Sven Simon, NDR.de/Screenshot Foto: Anke Fleig / SVEN SIMON

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.12.2020 | 23:03 Uhr

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