Leif Tissier vom HSV Hamburg gegen Erlangen in Aktion © picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

HSVH unterliegt beim HC Erlangen knapp

Stand: 14.11.2021 17:45 Uhr

Die Handballer des HSV Hamburg haben in der Bundesliga ihre vierte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Beim HC Erlangen verlor der Aufsteiger am Sonntag knapp mit 22:23 (14:15).

von Johannes Freytag

Die Hanseaten waren in Nürnberg nah dran an einem Punkt, scheiterten aber immer wieder am bärenstarken HC-Keeper Klemen Ferlin. Bester HSVH-Werfer war Casper Mortensen, der fünf Treffer erzielte. In der Tabelle verpasste es das Team von Trainer Torsten Jansen, auf Platz fünf zu klettern, die Hamburger bleiben mit 11:9 Punkten Siebter. Am kommenden Sonnabend (18:30 Uhr) empfangen die Norddeutschen in eigener Halle den TBV Lemgo Lippe.

HSVH anfangs undiszipliniert

Zwei Wochen nach dem Abbruch ihres Heimspiels gegen Melsungen (ein Zuschauer war auf der Tribüne kollabiert) machten sich die Hamburger das Leben zunächst selbst schwer. In der Anfangsviertelstunde kassierten Tobias Schimmelbauer, Manuel Späth und Niklas Weller jeweils Zeitstrafen - die Folge war ein Zwei-Tore-Rückstand (3:5/13.).

Erst ein gehaltener Siebenmeter von Keeper Johannes Bitter schien den HSVH ein wenig wachzurütteln, denn fortan spielten sie disziplinierter und gestalteten die Partie ausgeglichen (8:8/21.). Aber die Hamburger fanden trotz guter Angriffsaktionen zu oft ihren Meister in Erlangens Torhüter Ferlin, der schon im ersten Durchgang auf acht Paraden kam und so 36 Prozent der Gäste-Würfe entschärfte.

Torhüter auf beiden Seiten mit starken Paraden

Der HSVH erwischte einen guten Start in die zweite Spielhälfte: Jens Vortmann hielt einen Siebenmeter, Weller und Jan Forstbauer drehten den Halbzeitrückstand in eine 16:15-Führung (34.). Sieben Minuten später baute Mortensen nach einem Tempo-Gegenstoß den Vorsprung auf zwei Treffer aus (18:16/41.). Doch in doppelter Unterzahl mussten die Gäste schnell wieder den Ausgleich hinnehmen (18:18/43.).

Die Partie lebte nun von der Spannung, auf beiden Seiten erwiesen sich die Keeper als nahezu unüberwindlich - Hamburgs Mortensen beendete eine achtminütige Phase des Spiels, in der kein Treffer gefallen war (19:18/51.). Doch es blieb ein Spiel auf des Messers Schneide. Eineinhalb Minuten vor dem Ende lag Erlangen mit einem Treffer vorne (23:22). HSVH-Coach Jansen nahm für den letzten Angriff eine Auszeit - aber es reichte nicht: Ferlin wehrte mit seiner 18. Parade auch den letzten Hamburger Wurf von Frederik Bo Andersen ab und rettete seinem Team so den Sieg.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 14.11.2021 | 23:03 Uhr

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