Stand: 15.02.2020 19:06 Uhr

Flensburg bucht Achtelfinale in Champions League

von Ines Bellinger, NDR.de
Bester Schütze der Flensburger gegen Elverum: Marius Steinhauser.

Der SG Flensburg-Handewitt ist die Teilnahme am Achtelfinale der Handball-Champions-League nicht mehr zu nehmen. Der von Verletzungen geplagte deutsche Meister entledigte sich seiner Pflichtaufgabe bei Elverum Håndball letztlich souverän und gewann sein Auswärtsspiel in der Gruppe A am Samstagabend mit 34:28 (15:14). Der norwegische Titelträger war in der Hoffnung auf lautstarke Unterstützung von den Rängen in die 12.000 Zuschauer fassende "Håkons Hall" nach Lillehammer umgezogen. Der moralische Rückhalt der Fans im Land des WM-Dritten wirkte allerdings nur eine Halbzeit lang.

Nur zwei Tage nach dem knappen 29:27-Erfolg in der Bundesliga gegen Nordhorn hatte Flensburg in Marius Steinhauser (sieben Tore) und Gøran Johannessen (sechs) seine besten Werfer. Bei Elverum tat sich Alexander Blonz mit neun Treffern hervor. In der Vorrunde stehen für das Team von Trainer Maik Machulla nun noch zwei Heimspiele an, in denen es um eine möglichst gute Platzierung in der Vorrunde geht. Platz vier würde Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel bedeuten. Am kommenden Mittwoch spielt Flensburg gegen Pick Szeged, am 26. Februar ist Celje zu Gast.

Probleme mit offensiver Abwehr

Die Flensburger - weiter ohne die verletzten Stammkräfte Simon Hald (Kreuzbandriss), Magnus Rød (Haarriss im Fuß), Lasse Svan (Schulter) und Hampus Wanne (Fuß-OP) - taten sich in der ersten Hälfte schwer. Sie gingen zunächst zwar mit 5:2 in Führung (9.), konnten den Vorsprung in der Folge aber nicht halten, weil ihnen die offensive Verteidigung der Gastgeber Probleme bereitete und sie in der eigenen Abwehr zu oft in Unterzahl agieren mussten. Zudem passierten den SG-Spielern einige unerklärliche technische Fehler. Fünf Minuten vor der Pause zogen die Gäste das Tempo an, gingen nach einem Treffer von Magnus Jøndal sogar mit 14:10 in Führung (25.). Doch der Vorsprung schmolz bis auf 15:14 zusammen (30.).

Flensburg nach der Pause nicht zu halten

Elverum Håndball - SG Flensburg-Handewitt 28:34 (14:15)

Tore für Elverum: Blonz (9), Fredriksen (5), Langaas (4), Gudjonsson (4), Sandell (3), Burud (1), Grondahl (1), Pettersen (1)
Flensburg: Steinhauser (7), Johannessen (6), Jøndal (5), Golla (4), Glandorf (4), Jurecki (3), Gottfridsson (3), Jeppsson (1), Zachariassen (1)
Zuschauer: 11.000

Die zweite Hälfte begann, wie die zweite zu Ende gegangen war. Elverum kaufte den Flensburgern den Schneid ab, ging durch Linksaußen Blonz erstmals in Führung (17:16/33.). Danach packte die SG die Brechstange aus. Mit schierer Gewalt zimmerte Jim Gottfridsson den Gastgebern zweimal nacheinander den Ball unter die Latte und stellte die eigentlichen Kräfteverhältnisse wieder her (22:19/39.). Nun häuften sich auf Seiten der Norweger die technischen Unzulänglichkeiten. Nach dem 24:19 durch Holger Glandorf (41.) zog Elverums Trainer Michael Apelgren die Notbremse und nahm eine Auszeit. Machulla forderte von seinen Spielern: "weiter Druck machen". Postwendend nutzte Steinhauser einen Tempogegenstoß zum 25:19. Danach spielten die Flensburger ihre höhere individuelle Qualität aus und ließen Elverum keine Chance mehr. Angesichts der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte fiel der 34:28-Sieg auch in der Höhe verdient aus.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.02.2020 | 22:50 Uhr