Flensburgs Trainer Maik Machulla © IMAGO / Jan Huebner

Flensburg-Handewitt: Binnen 24 Stunden zweimal gegen Zagreb

Stand: 06.04.2021 12:28 Uhr

Die Terminnot in der Handball-Champions-League zwingt die SG Flensburg-Handewitt im Achtelfinale zu einem Doppelspieltag: An zwei Abenden nacheinander geht es gegen HC Zagreb.

von Jan Kirschner

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) will es so: Die SG Flensburg-Handewitt muss binnen 24 Stunden zweimal gegen den HC Zagreb antreten - beide Male zu Hause. Nach dem offiziellen Auswärtsspiel am Mittwoch um 20.45 Uhr folgt bereits am Donnerstag um 18.45 Uhr die zweite Partie. Es ist eine Notlösung, um das Achtelfinale der Champions League in der vorgegebenen Frist zu absolvieren.

"Wir haben in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen, dass wir mit solch unvorhergesehenen Situationen sehr gut umgehen können", meint SG-Trainer Maik Machulla. "Immerhin spielen wir nun beide Spiele in Flensburg und ersparen uns so die Reisestrapazen. Das ist es eigentlich, was die Spieler fast mehr ermüdet als die Spiele selbst."

Absage in Zagreb wegen Corona-Fällen

Ursprünglich war das Hinspiel für Gründonnerstag in Zagreb vorgesehen gewesen. Dann aber sorgten zwei positive Corona-Fälle beim kroatischen Meister für eine Absage. Kurz darauf gab die EHF bekannt, dass die Begegnung am Mittwoch in Flensburg nachzuholen sei. Ob es wirklich klappt, ist noch mit Fragezeichen versehen: Ein weiterer Corona-Fall würde die Planungen umstoßen. Ebenso ist noch unklar, mit welchem Kader der HC Zagreb im hohen Norden auflaufen wird. Nicht weniger als acht Akteure sind bis Mittwoch zu häuslicher Isolation angehalten. Ein Umstand, der die Favoritenrolle der Flensburger nochmals vergrößert.

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Stets großr Widerstand: Flensburg ist gewarnt

Ohnehin geht der dreimalige deutsche Meister als Gruppensieger ins Achtelfinale, während der kroatische Rivale in dieser Saison noch keinen Zähler errang. Respekt vor dem Gegner speist sich aus den vergangenen Jahren, als Zagreb stets großen Widerstand leistete. In der Serie 2019/2020 gab es zwei knappe Erfolge für die SG, in der vorvergangenen Spielzeit eine Heimniederlage, als der Gast vom Balkan mit einem permanenten Einsatz von sieben Feldspielern nervte.

Einsätze von Hald und Röd fraglich

Jetzt gehen die Flensburger allerdings mit breiter Brust an die Aufgabe heran: Am Sonntag siegten sie zum ersten Mal seit fast zehn Jahren wieder beim SC Magdeburg. Personell gibt es neben den Dauerverletzten Jacob Heinl (Knie-OP), Franz Semper (Kreuzbandriss) und Lasse Möller (Knorpelschaden im Knie) zwei größere Fragezeichen. Simon Hald fehlte zuletzt, da er sich unwohl fühlte. Ein Belastungs-EKG soll Klarheit verschaffen. Magnus Röd verletzte sich am Sonntag am linken Knie, konnte seine Mannschaft dennoch in der Abwehr unterstützen - mit dick bandagiertem Bein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 07.04.2021 | 23:03 Uhr

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