Hamburgs Torwart Johannes Bitter jubelt. © IMAGO / Lobeca

Erster Bundesligasieg: HSVH-Handballer schlagen Rhein-Neckar Löwen

Stand: 19.09.2021 17:48 Uhr

Der HSV Hamburg hat den ersten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga eingefahren. Gegen die Rhein-Neckar Löwen setzte sich der Aufsteiger am Ende mit 32:27 (16:15) durch. Erstmals siegreich war auch die TSV Hannover-Burgdorf.

Anders als die "Recken", die sich in ihrem erst zweiten Saisonspiel mit 28:20 (13:9) gegen den Bergischen HC durchsetzten, brauchten die Hamburger drei Anläufe für den ersten großen Jubel. Zuvor hatte der HSVH gegen Frisch Auf Göppingen und beim BHC verloren. Gegen die RN Löwen passte für die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen dann einfach alles. Mit großer Moral, der nötigen Ruhe in den entscheidenden Momenten und einem überragenden Torhüter wurde es am Ende ein überraschend deutlicher Sieg gegen den deutschen Meister von 2016 und 2017.

Bitter verbucht sage und schreibe 17 Paraden

Die Hamburger hielten gegen die Löwen von Beginn an gut mit. Immer wieder ging es hin und her - die Zuschauer in der Halle bekamen einiges geboten. Dass der HSVH zur Halbzeit führte, hatte er seinem gut aufgelegten Johannes Bitter, dem schon im ersten Abschnitt sechs Paraden gelungen waren, aber auch der Konsequenz in der Offensive zu verdanken. Sechs der 16 Tore vor der Pause hatte der Aufsteiger in Überzahl erzielt.

VIDEO: HSV-Hamburg-Torwart Bitter: "Wir sind wieder da" (7 Min)

Nach dem Seitenwechsel verschärften die Mannheimer zwar schnell das Tempo - Kapitän Uwe Gensheimer brachte die Gäste mit 19:17 in Führung (35.). Doch die Hausherren meldeten sich mit ihren Fans im Rücken schnel wieder zurück. Fünf Minuten später drehte Azat Valiullin mit seinem Tor zum 21:20 für den HSVH das Spiel wieder, und Finn Wullenweber erhöhte kurz darauf (22:20/42.).

Es blieb aber bis tief in die Schlussphase spannend. Dem erneuten Ausgleich (23:23/48.) folgte prompt die nächste Gäste-Führung (24:23/49.). Nach dem 27:27 von Hamburgs Philipp Bauer (55.) zogen die Hanseaten aber auf und davon. Fünf Tore erzielten sie noch - und ließen keinen Gegentreffer mehr zu. Nicht zuletzt dank des überragenden Bitter, der am Ende auf sage und schreibe 17 Paraden kam. Casper Ulrich Mortensen (60.) machte schließlich den viel umjubelten 32:27-Erfolg perfekt.

Starke "Recken" lassen nichts anbrennen

Hannover-Burgdorf feierte derweil gegen das mit zwei Siegen so stark in die Saison gestartete Team aus dem Bergischen einen ungefährdeten Sieg. Ex-Bundestrainer Christian Prokop hatte die "Recken" gut eingestellt, und noch bevor sechs Minuten vorbei waren, führten sie mit drei Toren Vorsprung: Ivan Martinovic erzielte das 4:1. Auch von zwei Zeitstrafen (14.) ließen sich die Niedersachsen nicht aus der Bahn werfen - Martin Hanne traf zum 9:5 (18.), Johan Hansen erhöhte die Führung sogar noch (13:7/26.).

Der BHC mühte sich, das Spiel offen zu halten. Dichter als auf zwei Treffer kamen die Gäste aber nicht heran (14:16/40.). Und zwei Minuten später stand es nach dem Treffer von Vincent Büchner auch schon wieder 14:18 aus Gästesicht. Damit war der Widerstand gebrochen. Hannover-Burgdorf zog nun endgültig davon - Jonathan Edvardsson erzielte in der 49. Minute das 22:14. Die Gäste rissen sich zwar noch mal am Riemen und verhinderten so eine zweistellige Niederlage. Der Freude der "Recken" und ihrer Fans tat das aber keinen Abbruch.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 19.09.2021 | 22:50 Uhr

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