Mads Mensah Larsen (r.) von der SG Flensburg-Handewitt im Champions-League-Spiel gegen Brest in Aktion © imago images / Holsteinoffice

Champions League: Flensburg feiert hart erkämpften Sieg in Brest

Stand: 04.02.2021 21:26 Uhr

Mit einer Energieleistung hat die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Champions-League einen Auswärtssieg bei HC Brest gefeiert. 28:26 (14:15) gewannen die Schleswig-Holsteiner in Belarus und liegen in der "Königsklasse" weiter auf Viertelfinal-Kurs.

von Matthias Heidrich

"Ich bin sehr zufrieden mit der Performance der Mannschaft", sagte SG-Trainer Maik Machulla. "Wir hatten nur ein Training zur Vorbereitung, aber die Defensive hat gut funktioniert und so sind wir sehr happy über die zwei Punkte."

Nur vier Tage nach dem Ende der WM in Ägypten mussten die Flensburger zu einer Partie in Belarus antreten, die eigentlich bereits im vergangenen November hätte stattfinden sollen. Einige Corona-Fälle bei Brest hatten jedoch eine Verlegung nötig gemacht.

Zuschauer in Brest zugelassen

Die Pandemie beherrscht noch immer die Sportwelt. Umso unwirklicher kam der Auftritt der Schleswig-Holsteiner am Donnerstagabend beim belarussischen Meister daher, den nach offiziellen Angaben gut 2.000 Zuschauer in der "Sportshall Victoria" verfolgten. Abstände und Masken waren dabei nicht überall zu erkennen.

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Möller-Comeback bei Flensburg

Die Handball-Fans bekamen in der ersten Hälfte eine abwechslungsreiche Partie geboten - und das Comeback von Lasse Möller bei der SG. Der Rückraumspieler stand nach seiner Handverletzung aus dem vergangenen Oktober erstmals wieder auf der Platte. Der Bundesliga-Tabellenführer hatte das Spiel recht gut im Griff, führte immer wieder mit zwei oder drei Toren. Doch zum Ende des ersten Durchgangs brachten sich die Flensburger durch Zwei-Minuten-Strafen und Unkonzentriertheiten um ihren Vorsprung. Brest nutzte die Chance und ging mit einem 15:14 in die Pause.

SG-Torwart Buric macht den Unterschied

Die SG biss sich allerdings rein in die intensive Partie. Nach 54 Minuten lagen die Flensburger erneut mit drei Toren vorn (27:24). Das war vor allem dem Torwartwechsel bei den Norddeutschen geschuldet. Benjamin Buric ersetzte Torbjörn Bergerud im SG-Kasten und packte in dieser Phase eine Parade nach der anderen aus. Das reichte für einen knappen, aber nicht unverdienten Sieg der Flensburger, die in Göran Johannessen (neun Tore) ihren besten Werfer hatten.

HC Brest - SG Flensburg-Handewitt 26:28 (15:14)

Tore HC Brest: Panic 5, Vranjes 5, Wajlupau 5/2, Jurynok 3, Malus 2, Paczkowski 2, Obranovic 1, Schumak 1, Selwiasiuk 1, Skube 1
SG Flensburg-Handewitt: Johannessen 9, Röd 5, Hald 3, Steinhauser 3, Wanne 3/1, Larsen 2, Möller 2, Petersson 1
Zuschauer: 2.045

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 04.02.2021 | 23:03 Uhr

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