Sander Sagosen vom THW Kiel im CL-Spiel gegen HBC Nantes. © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

37:33 gegen Nantes: THW Kiel gelingt Revanche in der Champions League

Stand: 08.12.2022 21:38 Uhr

Trotz Personalsorgen hat sich der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel in der Gruppe B der Champions League gegen den HBC Nantes revanchiert. Nach dem 30:38 im Hinspiel siegten die "Zebras" am Donnerstagabend in eigener Arena 37:33 (20:18).

von Christian Görtzen

Der THW Kiel hat damit nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge wieder ein Vorrundenspiel in der Gruppe B gewonnen. Die ersten beiden Ränge, die zum direkten Einzug ins Viertelfinale berechtigen, dürften aber dennoch nicht mehr erreichbar sein. Für die Schleswig-Holsteiner geht es darum, möglichst noch Dritter zu werden, um dann einen nominell leichteren Gegner im Achtelfinale zu erhalten. Nantes belegt eben jenen dritten Platz, der Vorsprung auf den THW beträgt nun aber nur noch vier Punkte.

"Natürlich sind wir sehr zufrieden, dass wir die zwei Punkte mitnehmen - vor allem nach der Partie, die wir in Nantes gespielt haben", sagte Nikola Bilyk, der mit zehn Toren erfolgreichster Kieler war, dem NDR. Fünf Spieltage stehen noch an. Einer noch in diesem Jahr: Am kommenden Donnerstag gastieren die Kieler bei Aalborg AB Handbold.

THW erst gemächlich, dann mit mehr Überzeugung

Die "Zebras" starteten gegen Nantes ähnlich, wie sie es in der jüngsten Bundesligabegegnung bei der HSG Wetzlar getan hatten. Es wirkte alles geordnet, sie spielten auch ganz gefällig, doch es fehlte so einiges: Es war kein Feuer in ihren Aktionen, keine Leidenschaft zu sehen. Offenbar empfand auch THW-Trainer Filip Jicha dies so. Der Tscheche reagierte früh, nahm nach zwölf Minuten beim Stand von 6:7 eine Auszeit und forderte seine Spieler eindringlich dazu auf, fortan mit mehr Überzeugung zu agieren.

Zunächst ging der Plan jedoch nicht auf. Die Franzosen erfreuten sich wenig später mit dem 9:7 an ihrer ersten Zwei-Tore-Führung. Aber dann kam der THW, nun mit Tomas Mrkva zwischen den Pfosten, besser in Fahrt: Aus einem 10:11 machte er durch einen 3:0-Lauf einen 13:11-Vorsprung (18.). Zur Pause hieß es 20:18 - und das war deutlich besser als im Hinspiel in Nantes, wo die Kieler mit einem 15:20 in die Kabine gegangen waren.

Kiel erkämpft sich die beiden Punkte

Das Rückspiel blieb auch nach Wiederbeginn lange eine enge Angelegenheit. Als aber Hendrik Pekeler mit einem Hechtsprung das 34:31 (54.) erzielte, sah es schon ziemlich gut aus für den Gewinn der beiden Punkte. Zwar war auch der ins THW-Tor gekommene Niklas Landin kein echter Rückhalt, doch es reichte auch so. Linksaußen Rune Dahmke sorgte gut zwei Minuten vor der Schlusssirene mit einem schönen Dreher für das 36:32 - dies war die Entscheidung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.12.2022 | 23:03 Uhr

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