Stand: 13.09.2020 09:37 Uhr

DFB-Pokal: Norderstedt hofft auf "Sahne-Tag"

Norderstedts Rico Bork bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen den TSV Sasel. © Witters
Können sie auch in Leverkusen jubeln? Norderstedts Kapitän Jordan Brown (l.) mit Teamkollege Rico Bork.

Als Jens Martens heute aufgewacht ist, hat er höchstwahrscheinlich nur an eines denken können: das DFB-Pokalspiel seiner Fußballer von Eintracht Norderstedt gegen Bundesligist Bayer Leverkusen. Der Trainer und seine Regionalliga-Mannschaft haben im Stadionhotel der Leverkusener Arena übernachtet, bevor das Erstrundenspiel heute um 15.30 Uhr angepfiffen wird. "Das wird für die Jungs ein Super-Erlebnis", sagte Martens vor der Abreise ins Rheinland.

"Tausch des Heimrechts war beste Möglichkeit"

Eintracht hat das Heimrecht an Leverkusen abgegeben, weil aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin keine Zuschauer in Norderstedt erlaubt gewesen wären. "Wir hätten normalerweise mit 5.500 Zuschauern locker ein ausverkauftes Haus gehabt. Aber das ist momentan leider nicht möglich. Daher war ein Tausch des Heimrechts die beste Möglichkeit", erklärt Martens.

Aufwand und Ertrag eines Heimspiels standen aus Norderstedter Sicht in keinem guten Verhältnis - auch wenn sie sich dieses durch den Gewinn des Hamburger Pokals gegen den TSV eigentlich erkämpft hatten. In Leverkusen spielen sie nun vor 300 Zuschauern, mehr lässt die Landesregierung dort derzeit nicht zu.

Gegen Wolfsburg war es 2017 schon sehr knapp

Martens Ziel für das Spiel in Leverkusen, das die vergangene Saison als Tabellenfünfter abschloss: "Wir wollen als tieferklassige Mannschaft gegen ein internationales Top-Team so gut wie möglich bestehen." Norderstedt stand zuletzt 2017 im DFB-Pokal, unterlag Bundesligist VfL Wolfsburg mit 0:1.

Eintracht-Kapitän Jordan Brown stand bereits damals auf dem Platz. "Die Erinnerungen daran sind sehr positiv, weil wir immer wieder den Spielrhythmus von Wolfsburg zerstört haben und sie nicht ins Spiel kommen ließen", meint der Rechtsverteidiger.

In einem Punkt sind beide Teams auf Augenhöhe

Ähnlich möchte sein Team das Spiel in Leverkusen angehen. "An einem schlechten Tag von Leverkusen und einem Sahne-Tag von uns ist vielleicht etwas möglich", träumt Brown den natürlichen Traum eines Viertligisten.

In einem Punkt befinden sich die Norderstedter ja schon auf Augenhöhe mit Leverkusen: Auch sie schlossen die jüngste Saison als Fünfter ab, auch wenn die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen wurde.

Weitere Informationen
Norderstedts Jordan Brown (l.) im Zweikampf mit Sasels Timo Adomat. © Witters

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein Aktiv | 13.09.2020 | 15:30 Uhr

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