Stand: 24.04.2019 12:01 Uhr

Pokal: Werder wohl mit Kruse gegen die Bayern

Extrem wichtig für das Bremer Spiel: Kapitän Max Kruse.

Kann Max Kruse spielen, oder kann er nicht? Das ist die große Frage vor dem DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München heute Abend (20.45 Uhr, live im Ersten und im Livecenter bei NDR.de). Der Kapitän ist für das Bremer Spiel von überragender Bedeutung, laboriert seit dem jüngsten Duell mit dem Rekordmeister in der Liga aber an einer Oberschenkelprellung. Am Mittwochvormittag gab es Hoffnung für alle Werder-Fans: Kruse absolvierte das sogenannte Anschwitzen mit dem Team. Nicht mit dabei war Philipp Bargfrede.

Kohfeldt: "Es wird knapp, aber ich bin optimistisch"

"Es ist ein heftiger Bluterguss. Die Schmerzen sind dabei nicht das Thema, sondern allein die Funktionalität. Er muss laufen, schießen, sprinten können", hatte Trainer Florian Kohfeldt am Dienstag gesagt, sich aber zuversichtlich gezeigt. "Es wird knapp, aber ich bin optimistisch, dass es funktionieren wird." Kruse zählte bislang in jedem Pflichtspiel dieser Saison zum Kader und kam bis auf das Zweitrunden-Pokalduell gegen Weiche Flensburg (5:1) stets zum Einsatz. Einen möglichen Ausfall wollte Kohfeldt allerdings auch nicht überbewerten: "Wenn er nicht spielen kann, dann werde ich trotzdem nicht ins Stadion kommen und zu den Bayern sagen: 'Heute bitte nicht so doll.' Dann werden wir trotzdem Vollgas geben."

Neuauflage der "greenwhitewonderwall"

Für Vollgas will der Bremer Anhang sorgen. Die Fans planen eine Neuauflage der "greenwhitewonderwall", des denkwürdigen Spaliers, mit dem die Werder-Profis vor den letzten Heimspielen im Abstiegskampf 2016 vor dem Stadion empfangen wurden und das die Mannschaft auf einer Woge der Begeisterung zum Klassenerhalt trug. "Wenn einen da 1.000 Fans in Empfang nehmen, ist das schon beeindruckend. Es herrscht absolute Ruhe im Bus, und du bekommst wirklich das Gefühl: 'Heute sind wir einer mehr'", beschrieb Kohfeldt die mögliche positive Wirkung der Fan-Aktion. Bayern-Trainer Niko Kovac weiß das und warnte seine Spieler: "Die ganze Stadt wird elektrisiert sein." Die Bremer Mannschaft werde im eigenen Stadion von den Fans "getrieben, gepusht" und entsprechend "euphorisch ins Spiel gehen".

Bremer Weser-Stadion seit 1988 eine Pokal-Bastion

Bekanntlich hat der Pokal ja seine "eigenen Gesetze" - und zu diesen zählt auch die beeindruckende Heimbilanz der Bremer in diesem Wettbewerb. Seit 37 Partien sind die Hanseaten im Weser-Stadion ungeschlagen, die letzte Niederlage gab es am 13. April 1988. Nur zur Erinnerung: Damals gab es noch die DDR, der Bundeskanzler hieß Helmut Kohl und Trainer der Bremer war Otto Rehhagel. Der führte sein Team einen Monat später zur Meisterschaft, mit vier Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Bayern München ...

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.04.2019 | 20:00 Uhr