Stand: 15.12.2019 16:29 Uhr

VfL Osnabrück pirscht sich an Aufstiegsränge heran

von Florian Neuhauss, NDR.de
Der VfL Osnabrück hat in den vergangenen Wochen und Monaten viel Grund zum Jubeln.

So langsam wird es unheimlich beim VfL Osnabrück: Der Zweitliga-Aufsteiger blieb am Sonnabend im Heimspiel gegen Dynamo Dresden nicht nur zum achten Mal in Folge ungeschlagen, sondern feierte mit dem souveränen 3:0 (1:0) gegen den Tabellenletzten auch den siebten Saisonsieg. Es war das erste Spiel von Trainer Markus Kauczinski auf der Bank der Sachsen, die über 90 Minuten eine fußballerische Bankrotterklärung abgaben. Ganz anders die Lila-Weißen von Coach Daniel Thioune, die geduldig blieben und sogar noch höher hätten gewinnen können. Aber auch so rücken die Aufstiegsränge wieder ein Stück dichter heran: Nach Arminia Bielefeld am Sonnabend, ließ auch der HSV am Sonntag in Sandhausen Punkte liegen.

Thioune: "Haben wie eine Spitzenmannschaft gespielt"

"Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, sie hat sich brutal entwickelt. Sie hat heute wie eine Spitzenmannschaft Fußball gespielt", sagte Thioune im NDR Interview, der trotz des noch ausstehenden Spiels in Heidenheim am kommenden Sonntag bereits ein zufriedenes Fazit zog: "Das Jahr gehört sicherlich zu den erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte. Es fühlt sich unbeschreiblich an."

VfL-Verteidiger Heyer als "Mann der ersten Hälfte"

Den Osnabrückern war zu Beginn der Partie das Selbstvertrauen der vergangenen Wochen anzumerken. Sie nahmen sofort das Heft in die Hand, spielten druckvoll nach vorn und hatten auch immer wieder gute Umschaltmomente.

17.Spieltag, 15.12.2019 13:30 Uhr

VfL Osnabrück

3

Dyn. Dresden

0

Tore:

  • 1:0 Heyer (41.)
  • 2:0 Nik. Schmidt (54.)
  • 3:0 Ajdini (78.)

VfL Osnabrück: P. Kühn - Ajdini, Heyer (84. Susac), Van Aken, Wolze - Nik. Schmidt (67. Köhler), Taffertshofer, Blacha - Ouahim, Br. Henning (70. Alvarez) - Friesenbichler
Dyn. Dresden: Broll - Kreuzer, F. Ballas, Ehlers, Löwe - Nikolaou, Ebert (89. Kulke), Klingenburg (82. Hamalainen), Horvath - Kone, Jeremejeff (46. Stor)
Zuschauer: 15352

Weitere Daten zum Spiel

Doch spätestens am Sechzehner machte Dresden die Räume eng und unterband so jegliche Torgefahr. Gleichzeitig verzichtete Dynamo nahezu komplett darauf, selbst einmal den Offensivgang einzulegen. Und so wurde die Partie nach dem hoffnungsfrohen Beginn immer unansehnlicher - Fußball zum Abgewöhnen. Beinahe hätte Moritz Heyer unfreiwillig für den ersten Höhepunkt gesorgt. In der 26. Minute hätte der VfL-Verteidiger eigentlich nach wiederholtem harten Foulspiel Gelb-Rot sehen müssen, kam aber mit einer Ermahnung davon.

Überraschend nahm auch Thioune Heyer nicht vom Feld - und tat gut daran. Denn ausgerechnet der 24-Jährige war nach einer Hereingabe von Bryan Henning am langen Pfosten zur Stelle und köpfte zur Pausenführung ein (41.).

Osnabrück spielt und siegt souverän

Und die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: mit einem Tor für den VfL! Dynamo-Joker Luka Stor vertändelte kurz vor der Mittellinie im Dribbling den Ball an Niklas Schmidt.

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Die Leihgabe von Werder Bremen zog los und an einigen Gegenspielern vorbei, wurde auch vor dem Strafraum nicht angegriffen, stand plötzlich frei vor Torhüter Kevin Broll und schob überlegt zum 2:0 ein (54.). Nun musste Dresden seine passive Spielweise ablegen - und zeigte dabei nur, warum an der Elbe die rote Laterne leuchtet.

Immerhin wurde das Spiel nun ansehnlicher, weil die Niedersachsen die sich bietenden Räume zu bespielen wussten. Kapitän David Blacha (61.) und Sven Köhler (76.) scheiterten an Broll, Schmidt übersah seine besser postierten Nebenleute und schoss vorbei (67.). Mit dem dritten Abschluss innerhalb von einer Minute entschied dann Bashkim Ajdini die Partie, der Außenverteidiger traf im Nachsetzen zum 3:0 (78.). Von Dynamo war auch in der Schlussphase kein ernsthaftes Aufbäumen zu sehen, sodass die Hausherren die letzten Minuten entspannt herunterspielen konnten.

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Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr

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