Stand: 22.03.2020 13:36 Uhr  | Archiv

96-Clubchef Kind: "Werden diese Krise überstehen"

Martin Kind bei der Mitgliederversammlung von Hannover 96 © Oliver Vosshage/Hannover 96 e.V./dpa Foto: Oliver Vosshage
Clubchef Martin Kind sieht Hannover 96 gerüstet für die Corona-Krise.

Clubchef Martin Kind hat allen Anhängern von Hannover 96 Hoffnung gemacht, dass der Fußball-Zweitligist die Konsequenzen aus der Corona-Krise wirtschaftlich verkraften kann. "Kurzfristig hat die Corona-Krise deutliche Folgen für Hannover 96. Doch wir werden diese Krise überstehen", sagte der Geschäftsführer "Sport1". "Mittel- und langfristige Auswirkungen auf unsere sportlichen Ziele sehe ich nicht."

Kind spricht sich für Solidaritätsfonds aus

Der 75 Jahre alte Unternehmer begrüßte die Idee des ehemaligen DFL-Geschäftsführers Andreas Rettig, einen Solidaritätsfonds einzurichten, um durch die Pandemie-Folgen besonders hart betroffene Clubs zu unterstützen. "Ich empfehle, das Thema Solidarfonds ernsthaft zu diskutieren", sagte er. Die Saison wurde wegen der Eindämmung des neuartigen Coronavirus von der Deutschen Fußball Liga vorerst bis zum 2. April gestoppt. Wahrscheinlich ist, dass die Zwangspause verlängert wird. Auch ein Abbruch ist nicht auszuschließen.

"Halte es für ausgeschlossen, dass wir im April spielen"

"Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir im April wieder spielen. Wenn es Mai wird, wäre das schon eine Sensation", hatte Kind nach einem Treffen am Freitag dem "Sportbuzzer" gesagt, bei dem es auch um die anvisierte Vertragsverlängerung mit Trainer Kenan Kocak gegangen sein soll.

Gespräche mit Profis über möglichen Gehaltsverzicht

Den Vereinen der Ersten und Zweiten Bundesliga drohen durch die Pandemie Einnahme-Ausfälle in Millionenhöhe. Die Verantwortlichen von Hannover 96 haben mehrere Maßnahmen zum Abfedern der finanziellen Folgen eingeleitet. Auf der Geschäftsstelle wird in einigen Bereichen vom 1. April an Kurzarbeit eingeführt. Auch die 96-Spieler sollen ihren Beitrag leisten. "Zu einem möglichen Gehaltsverzicht werden wir bei den Profis ein Stimmungsbild einholen", sagte Kind.

Generell kann sich Kind auch Gehaltsobergrenzen im Profifußball vorstellen - wie es in den US-Profiligen gängige Praxis sei: "Es gibt keine Denkverbote. Da gehört so ein Modell dazu", sagte Kind am Sonntag in der TV-Sendung "Doppelpass". Vereine dürfen dort nur eine bestimmte Summe an Geld für die Gehälter der Spieler ausgeben. "Ich bin für einen Salary Cap", sagte Kind.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 22.03.2020 | 22:30 Uhr

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