Lena Goeßling vom Frauefußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Spiel gegen Werder Bremen © IMAGO / Hübner

Wolfsburgs Fußballerinnen Vizemeister - Meppen steigt ab

Stand: 06.06.2021 15:54 Uhr

Die Hoffnungen der Fußballerinnen des VfL Wolfsburg auf den erneuten Double-Gewinn sind geplatzt. Der 8:0 (5:0)-Erfolg gegen Werder Bremen war sportlich wertlos, weil Bayern München Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0) schlug und sich die Meisterschaft sicherte.

Doch nicht nur wegen der verpassten Titelverteidigung herrschte am Sonntagnachmittag nach dem Abpfiff im Stadion im Allerpark keine ausgelassene Stimmung. Denn mit der Partie gegen die bereits zuvor geretteten Bremerinnen endete beim VfL nicht nur die erfolgreiche Ära von Coach Stephan Lerch, sondern auch die Zeit der langjährigen Spielerinnen Lena Goeßling (Ziel unbekannt), Lara Dickenmann und Zsanett Jakabfi (beide Karriere-Ende). Für Ingrid Engen, Fridolina Rolfö und Friederike Abt, die jeweils nur kurze Zeit bei den "Wölfinnen" waren, war es ebenfalls ihre Abschiedsvorstellung.

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"Krass: Jetzt ist alles vorbei", sagte Goeßling nach ihrem letzten Auftritt für den VfL im NDR Interview: "Es war eine anstrengende Zeit in den letzten Monaten. Deswegen bin ich auch ein wenig erleichtert."

Pajor-Doppelpack gegen überforderte Bremerinnen

Goeßling, die mit den Niedersächsinnen zwei Triumphe in der Champions League, sechs Meisterschaften und acht Erfolge im DFB-Pokal feierte, führte das Team als Kapitänin auf Feld. Gegen überforderte Werderanerinnen gab die 35-Jährige mit einem Eckstoß, den Reena Wichmann ins eigene Tor köpfte, die Vorlage zum 2:0 (19.). Für die weiteren Treffer im ersten Abschnitt zeichneten Ewa Pajor (23., 25.), Pia-Sophie Wolter (2.) und Engen (40.) verantwortlich.

Dass das Schützenfest sehr wahrscheinlich nicht zur Meisterschaft führen würde, war bereits zur Halbzeit ziemlich klar, da München gegen Frankfurt nach 45 Minuten mit 2:0 in Front lag.

Jakabfi trifft bei ihrer Abschiedsvorstellung

Nach dem Seitenwechsel war dann die Zeit der Wechsel und somit der Sentimentalitäten in Wolfsburg gekommen. Erst wurde Dickenmann eingewechselt (51.), dann schickte Lerch Jakabfi aufs Feld (52.). Und die seit 2009 (!) beim VfL unter Vertrag stehende Ungarin machte sich kurz danach mit dem Kopfballtreffer zum 6:0 selbst das schönste Abschiedsgeschenk (55.). Pajor (68.) und Shanice van de Sanden (79.) schraubten das Resultat noch in die Höhe.

Meppen verpasst Klassenerhalt

Für die Fußballerinnen des SV Meppen ist das "Abenteuer" Bundesliga nach lediglich einer Saison wieder beendet. Die Emsländerinnen verloren beim SC Freiburg mit 0:5 (0:4) und beendeten die Spielzeit auf dem vorletzten Platz. Selbst ein Sieg hätte dem Aufsteiger allerdings nichts mehr genützt, da der vor ihm liegende SC Sand Bayer Leverkusen mit (1:0) schlug.

Die Leistung des SVM im Breisgau war allerdings auch nicht Erstliga-tauglich. Janina Minge (11.), Rebecca Knaak (14.), Sandra Starke (21.) und Marie Müller (36., 86.) nutzten die Schwächen des Teams von Coach Theodoros Dedes eiskalt aus.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 06.06.2021 | 16:25 Uhr

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