Torschütze Joshua Sargent (Werder Bremen) jubelt. © IMAGO / Nordphoto Foto: Meuter

Werder hat wieder Mut - und braucht ihn auch

Stand: 13.03.2021 10:01 Uhr

30 Punkte - nur einen Zähler weniger als in der gesamten vergangenen Saison hat Werder Bremen schon gesammelt. Ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Und ein Polster vor den Spielen gegen Bayern und Wolfsburg.

Ohne den ganz großen Druck in ein Spiel mit Bayern München gehen: Wann hat es das für Werder Bremen zuletzt gegeben? Da muss man schon in die Tiefen der Geschichte des Bundesliga-Dauerbrenners eintauchen. Zum 110. Mal stehen sich Werder und Bayern heute (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegenüber. Nach 19 Niederlagen in Serie hat die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt beim 1:1 in der Hinrunde erstmals wieder gegen den Rekordmeister gepunktet. Ist auch dieses Mal etwas drin im Bundesliga-Rekordduell? Der erste Sieg gar seit September 2008?

Zwei Torschüsse - zwei Treffer

"Dafür müssen wir ans Limit oder vielleicht sogar darüber hinaus", sagte Kohfeldt nach dem 2:0 im Nachholspiel in Bielefeld. Der Dreier hat eine Menge Ballast von den Schultern der in den vergangenen Spielzeiten im Abstiegskampf arg gebeutelten Grün-Weißen genommen. Mit 30 Punkten ist Werder noch nicht gerettet, aber elf Zähler Vorsprung vor der Arminia auf dem Relegationsplatz sind ein gutes Polster. Es gibt den Bremern, wie man besonders gut an Stürmer Josh Sargent (traf in den letzten drei Bundesligaspielen) beobachten kann, "wieder mehr Mut", mehr Gewissheit, dass auch eher schwache Spiele wie auf der Alm gewonnen werden können. Die einzigen Schüsse aufs Bielefelder Tor - von Sargent und von Kevin Möhwald - waren drin.

Kohfeldt: "Tunlichst weiter Punkte sammeln"

Trotz der Erleichterung über das Erreichen des Zwischenziels hat Kohfeldt seine Spieler eindringlich gewarnt: "Es sind noch zehn Spiele zu spielen. Das ist eine gute Situation, aber sie ist noch nicht vorbei. Wir spielen jetzt gegen die Top-Teams. Es werden anstrengende Wochen auf uns warten. Wir sollten tunlichst weiter Punkte sammeln", sagte er. Und das wird in den nächsten Partien schwer genug. Eine Woche nach den Bayern kommt der Tabellendritte Wolfsburg ins Weserstadion. Nach dem Osterausflug nach Stuttgart (4. April) warten die nächsten Brocken: RB Leipzig zu Hause (10. April) und der BVB in Dortmund (17./18. April).

Das Titelbild des NDR 2 Bundesligashow-Podcasts © istockphoto Foto: Aksonov
AUDIO: NDR 2-Bundesligashow-Podcast: Riedle über "verdammt gute Jahre" mit Werder (60 Min)

Friedl gesperrt, Füllkrug kann spielen

Gegen Bayern München muss Kohfeldt in der Abwehr umstellen. Marco Friedl brummt gegen seinen Ex-Club eine Gelbsperre ab. Entwarnung gab es hingegen für Niclas Füllkrug. Der eingewechselte Stürmer brachte nach dem üblen Foul des Bielefelders Nathan de Medina, das mit der Roten Karte geahndet wurde, die Partie zwar zu Ende, konnte später wegen Schmerzen an der Achillessehne aber nicht auftreten. Sportchef Frank Baumann sprach am Freitag von einer "schmerzhaften Prellung", Kohfeldt verkündete, dass Füllkrug spielen könne.

Mögliche Aufstellungen

Werder: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Groß - Gebre Selassie, Augustinsson - Möhwald - Eggestein, Schmid - Rashica - Sargent
Bayern: Neuer - Süle, Boateng, Hernandez, Davies - Kimmich, Goretzka - Sané, Müller, Coman - Lewandowski

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 13.03.2021 | 15:00 Uhr

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