Werder-Keeper Jiri Pavlenka ruft laut. © imago images

Werder Bremens Defensive bei Bayer Leverkusen im Fokus

Stand: 15.09.2022 14:58 Uhr

Fußball-Bundesligist Werder Bremen schmückt sich als Aufsteiger überraschend mit Tabellenplatz neun. Am Sonnabend geht es zum Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen, der nach sechs Spieltagen ebenso überraschend auf einem Abstiegsplatz liegt.

Mit einem Blick auf die wachsende Zahl der Gegentore könnte es aber langsam ungemütlich herbstlich werden für das Team von der Weser. Die Bremer haben den vergangenen Spieltag gegen Augsburg punktlos und wieder mit einem Gegentor mehr auf dem Konto beendet. Die Euphorie über den unerwartet guten Saisonstart könnte ein wenig verpuffen. Das torfreudige Werder fällt unter die Top Vier der Teams mit den meisten Gegentoren - zusammen mit Gegner Leverkusen.

Werders Stage: Bayer eines der "besten Teams der Liga"

Neuzugang Jens Stage warnte vor der Partie (live ab 15.30 Uhr im NDR Livecenter) gegen die Werkself dennoch vor einem der "individuell besten Teams der Liga". Auch Trainer Ole Werner will sich vom gegnerischen Tabellenplatz nicht blenden lassen. Nach sechs Spieltagen habe die Tabelle nur wenig Aussagekraft. "Bei Leverkusen waren Spiele dabei, die auch ganz anders hätten ausgehen können", meint der Coach.

Besonders das Tempo der Rheinländer werde die Defensive fordern: "Die Abstände und Zwischenräume sind entscheidend, wenn man Mannschaften mit hoher Geschwindigkeit verteidigen möchte", so Werner.

Bremen: Auswärts top, zu Hause flop

Der Trainer hat einen Plan - und der ging in der Fremde zuletzt auch immer auf. Die Hanseaten sind auswärts noch ungeschlagen, nur einen einzigen von neun möglichen Punkten haben sie hingegen im Weserstadion erbeutet: "Ich habe keine Erklärung dafür. Wir fühlen uns zu Hause auch sehr wohl. Man kann nach sechs Spieltagen noch keine genauen Rückschlüsse ziehen", meint Werner. "Wir versuchen, überall unsere Leistung auf den Platz zu bringen."

Nun auch in Leverkusen. Die Erfolgsaussichten sind gut, denn Bayer hat bislang alle Liga-Heimspiele verloren. Besonders offensiv wartet der kommende Gegner noch auf den Durchbruch - nur acht Treffer gelangen den Gastgebern bisher. Bremens Torhüter Jiri Pavlenka wird etwas dagegen haben, dass es mehr werden. Er steht nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Augsburg vor einer Rückkehr zwischen die Pfosten.

Warten auf Bittencourt

Für Werders torgefährlichen Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt reicht es dagegen auch das dritte Spiel in Folge nicht für einen Einsatz. "Bei Leo hat sich ein Knochenödem an der Rippe gebildet. Deshalb hat er nach wie vor Schmerzen. Aber wir gehen davon aus, dass er nach der Länderspiel-Pause wieder zur Verfügung steht", sagte Werders Profifußball-Leiter Clemens Fritz.

Auch ohne Spielgestalter Bittencourt will Werder seine erfolgreiche Auswärtsbilanz in Leverkusen fortsetzen - genauso wie seinen Höhenflug in der Bundesliga.

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Sportclub | 18.09.2022 | 22:50 Uhr

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