Trainer Markus Anfang © Witters Foto: Tim Groothuis

Werder Bremen verpflichtet Trainer Markus Anfang

Stand: 01.06.2021 17:52 Uhr

Fußball-Zweitligist Werder Bremen nimmt die Mission "Wiederaufstieg" mit Markus Anfang als neuen Trainer in Angriff. Eine Vollzugsmeldung gibt es auch bei den Finanzen: Die Mittelstandsanleihe brachte 17 Millionen Euro.

Anfang wechselt vom künftigen Liga-Rivalen Darmstadt 98 an die Weser. Das teilten beide Clubs am Dienstag mit, ohne Details über die Ablösemodalitäten bekanntzugeben. Der 46-Jährige hatte bei den Hessen noch einen Vertrag bis 2022. "Nach einem intensiven Auswahlprozess sind wir froh, dass wir mit Markus eine Einigung erzielen konnten. Er hat auf seinen bisherigen Stationen als Cheftrainer im Profifußball gezeigt, dass er aus unterschiedlichen Gegebenheiten viel schaffen kann, dass er Siegermentalität vorleben und eine Mannschaft entwickeln kann", erklärte Werder-Sportchef Frank Baumann: "Wir sind überzeugt, mit ihm unsere Ziele erreichen zu können und werden nun gemeinsam die Kaderplanung angehen, um eine gute und wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenzustellen."

Bundesliga-Rückkehr "schwierige, aber lösbare Aufgabe"

Für Anfang ist Werder ein "absoluter Traditionsverein mit großer Strahlkraft". Die Chancen auf die Bundesliga-Rückkehr bezeichnete der neue Bremer Coach als "gut", mahnte aber zugleich: "Es darf niemand denken, dass es einfach wird. Dafür ist die Zweite Liga zu stark und wird uns alles abverlangen. Wir stehen vor einer schwierigen, aber lösbaren Aufgabe, die unsere ganze Kraft, aber auch Geduld von uns allen erfordern wird. Ich bin hoch motiviert, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen."

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Der gebürtige Kölner hatte Darmstadt in der vergangenen Saison auf Rang sieben geführt. Insbesondere nach dem Jahreswechsel wurde seine Handschrift immer deutlicher. In der Rückrunden-Tabelle belegten die "Lilien" Platz drei. Vor seinem Engagement bei 98 war der 46-Jährige für den 1. FC Köln sowie Holstein Kiel tätig - jeweils in der Zweiten Liga. Dass der frühere Mittelfeldspieler das Bundesliga-Unterhaus dementsprechend aus dem Effeff kennt, dürfte neben seinen fachlichen Qualitäten ein entscheidender Grund für Werders Entscheidung zu seinen Gunsten gewesen sein.

Anfang folgt bei Werder auf Kohfeldt

Neben Anfang waren bei den Bremern, die sich am vorletzten Erstliga-Spieltag nach zehn sieglosen Partien in Folge von Coach Florian Kohfeldt getrennt hatten, auch Ole Werner (Kiel), Stefan Leitl (SpVgg Greuther Fürth), Peter Zeidler (FC St. Galllen) sowie der momentan vereinslose André Schubert als Trainer im Gespräch. Eine erneute interne Lösung wie im Falle von Kohfeldt hatten die Hanseaten ausgeschlossen.

Mittelstandsanleihe bringt 17 Millionen Euro

Auch in Sachen Finanzen verkündeten die Bremer Ergebnisse: Mit der Mittelstandsanleihe habe man 17 Millionen Euro eingenommen, gab Werder nach dem Ende der Zeichnungsfrist am Dienstag bekannt. "Das ist großes Vertrauen, das die Anleger in unser vorgestelltes Konzept damit bekundet haben, wir werden alles daran setzen, konsequent die präsentierte Richtung einzuschlagen", erklärte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, und sprach von einem "weiteren Baustein für unsere Zukunft".

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Sport aktuell | 01.06.2021 | 16:25 Uhr

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