Bremens Trainer Florian Kohfeldt © imago images/Zink Foto: Wolfgang Zink

Werder Bremen hält trotz Pleitenserie an Kohfeldt fest

Stand: 27.04.2021 09:43 Uhr

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hält trotz sieben Niederlagen in Serie an Coach Florian Kohfeldt fest. Das teilten die abstiegsgefährdeten Hanseaten nach umfangreichen Beratungen am Montagabend mit.

Ausschlaggebende Gründe für die Entscheidung zugunsten des 38-Jährigen waren "Florians Qualitäten als Trainer, sein Wille, die Aufgabe anzugehen, und das absolut intakte Verhältnis zwischen Florian, der Mannschaft und dem kompletten Staff", wie Sportchef Frank Baumann erklärte. "Es ging uns um die größte Wahrscheinlichkeit, mit wem wir die Klasse halten können. Das war unser Anker."

Auch Stimmen für einen Wechsel in den Gremien

Zuvor hatten die verschiedenen Gremien des viermaligen deutschen Meisters intensiv über die Zukunft des Coaches gesprochen. "Ich verhehle nicht, dass es den einen oder anderen gab, der sich für einen Wechsel ausgesprochen hat", so Baumann.

Das Verhältnis von Mannschaft zum Trainer beschrieb der Sportchef nach vielen Gesprächen mit den Profis als "absolut intakt". Gleichwohl gab Baumann offen zu, dass er sich bereits nach Ersatz für Kohfeldt umgeschaut hat.

"Ich kann bestätigen, dass wir uns mit Alternativen beschäftigt haben." Frank Baumann

Ob Club-Legende Thomas Schaaf dabei eine Rolle gespielt hat, wollte Baumann nicht kommentieren. Der Technische Direktor der Hanseaten wurde zuletzt als Notlösung bei einer Entlassung Kohfeldts gehandelt.

Siebte Pleite in Folge gegen Union Berlin

Werder hatte am Sonnabend bei Union Berlin (1:3) zum siebten Mal in Folge verloren und hat drei Spieltage vor dem Saisonende lediglich noch einen Zähler Vorsprung vor Relegationsrang 16. Der Tabellenvorletzte Hertha BSC ist zwar noch vier Punkte entfernt, hat Corona-bedingt aber noch zwei Partien mehr als die Norddeutschen auszutragen.

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Baumann verlangt Reaktion gegen Leipzig

In den letzten drei Saisonspielen warten auf Werder Bayer Leverkusen (8. Mai), der FC Augsburg (15. Mai) sowie Borussia Mönchengladbach (22. Mai, jeweils 15.30 Uhr). Zuvor steht für die Hanseaten am kommenden Freitag noch das Semfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig an (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de). Sollten die Bremer im Duell mit den Sachsen erneut enttäuschen, könnte es offenbar doch noch zu einer Kohfeldt-Entlassung vor dem Saisonfinale kommen.

Denn: "Wir sehen Florian und die Mannschaft in der Verantwortung, bereits im Pokal gegen Leipzig am Freitag eine deutliche Reaktion zu zeigen und die Trendwende mit Blick auf die letzten Bundesligaspiele zu schaffen", sagte Baumann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 26.04.2021 | 23:03 Uhr

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