Stand: 26.06.2018 15:17 Uhr

Walace-Wechsel zu 96 fix - Vertrag bis 2022

Walace streift in Zukunft nicht mehr das Trikot des HSV, sondern von Hannover 96 über.

Der beim Hamburger SV wegen verschiedener Eskapaden in Ungnade gefallene Olympiasieger Walace setzt seine Karriere bei Hannover 96 fort. Der Brasilianer unterzeichnete am Dienstag beim Fußball-Bundesligisten einen Vertrag bis 2022. Über die Ablösemodalitäten machten beide Clubs so wie branchenüblich keine Angabe. Zuletzt waren sechs Millionen Euro im Gespräch. Davon erhält Walaces Ex-Club Grêmio Porto Alegre laut brasilianischen Medien zehn Prozent. Der HSV hatte den zweimaligen A-Nationalspieler Im Januar des vergangenen Jahres für kolportierte 9,2 Millionen Euro verpflichtet. Er absolvierte lediglich 27 Erstliga-Partien in eineinhalb Jahren für die Hanseaten.

"96 ein Verein mit tollen Möglichkeiten und klaren Zielen"

"Ich freue mich, dass ein neuer Abschnitt in meiner Karriere startet. Von Hannover weiß ich, dass es eine fußballbegeisterte Stadt ist und 96 ein Verein mit tollen Möglichkeiten und klaren Zielen für die Zukunft. Diesen Weg haben die Verantwortlichen in den Gesprächen sehr überzeugend rübergebracht", erklärte Walace: "Ich möchte mich weiterentwickeln, meinen besten Fußball zeigen und brenne einfach darauf, dass es endlich losgeht."

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Heldt freut sich über "exzellenten Spieler"

Der Olympiasieger von 2016, der zuvor bei italienischen und brasilianischen Clubs gehandelt wurde, ist nach Kevin Wimmer (Stoke City), Genki Haraguchi (Hertha BSC), Takuma Asano (FC Arsenal) und Leo Weinkauf (FC Bayern II) der fünfte 96-Neuzugang. "Walace ist ein exzellenter Spieler, der mit seinen Qualitäten das verkörpert, was wir auf der Position gesucht haben. Walace wollte unbedingt in Deutschland und der Bundesliga bleiben, um beweisen zu können, dass er sportlich und charakterlich jemand ist, auf den eine Mannschaft zählen kann. Dieser Ehrgeiz imponiert uns", sagte 96-Manager Horst Heldt.

In Hamburg viel Wirbel abseits des Rasens

Die Kapriolen es Brasilianers beim HSV verschwieg er derweil. Beim abgestiegenen Nordrivalen der "Roten" hatte der 23-Jährige vor allem abseits des Platzes für viel Wirbel gesorgt: So hatte er eigenmächtig seinen Heimaturlaub verlängert und wurde aus dem Kader gestrichen, weil er nicht Innenverteidiger spielen wollte. Statt die Partie (gegen Berlin) dann von der Tribüne aus zu verfolgen, war er dem Stadion fern geblieben. Dementsprechend nüchtern verabschiedete der Erstliga-Absteiger den Profi am Dienstag. Mehr als ein "Wir wünschen Walace alles Gute bei seinem neuen Club", aus dem Mund von Sportvorstand Ralf Becker war von den Hamburgern nicht zu hören.

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Sport aktuell | 26.06.2018 | 12:25 Uhr

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