Stand: 19.10.2019 11:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Reifeprüfung in Leipzig

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Coach Oliver Glasner hat mit dem VfL eine hohe Hürde vor sich.

Heute (17 Uhr) steht für RB Salzburg in Österreichs Fußball-Bundesliga die Auswärtspartie bei Sturm Graz auf dem Programm. Alles andere als ein Erfolg des Serienmeisters und aktuellen Spitzenreiters beim Tabellenfünften wäre eine große Überraschung. Dass die Mozartstädter trotz des Abgangs ihres Trainers Marco Rose nach Gladbach in der Erfolgsspur geblieben sind, ist auch ein Verdienst von dessen Nachfolger Jesse Marsch. Der US-Amerikaner war einer von vielen Kandidaten, die nach dem feststehenden Rose-Wechsel als neuer RB-Übungsleiter gehandelt wurden. Ein anderer hieß Oliver Glasner.

Nagelsmann: "In Wolfsburg sieht man den RB-Stil"

Der frühere Assistenzcoach des Vereins (von 2012 bis 2014) hatte in seinem Vertrag beim Linzer ASK sogar unter anderem eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel zu seinem früheren Arbeitgeber. Doch statt erneut in die Mozartstadt, verschlug es den Ehrenspielführer des SV Ried nach Wolfsburg. Und so geht es heute für den Fußballlehrer nicht mit RB Salzburg gegen Graz, sondern auswärts mit dem VfL gegen einen anderen vom Brausekonzern großzügig unterstützten Club: RB Leipzig (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de). Geht es nach Julian Nagelsmann, ist allerdings nicht nur wo RB draufsteht in diesem Duell RB drin. "Bei Wolfsburg sieht man den RB-Stil schon, sie verteidigen sehr mutig, haben eine pro-aktive Spielweise", sagte Leipzigs Coach.

Mögliche Aufstellung VfL Wolfsburg

Glasner adelt Leipzig

Tatsächlich scheint Glasner seine Zeit bei den Salzburgern sehr geprägt zu haben. Auch auf seiner Nachfolgestation Linz ließ er den strukturierten und temporeichen Offensiv-Fußball spielen, der von allen Vereinen aus der inzwischen großen RB-Clubfamilie weltweit zelebriert wird.

Der Spielstil der "Wölfe" ist seit der Amtsübernahme des Österreichers ebenfalls noch einmal merklich attraktiver geworden. Und erfolgreicher: Die Niedersachsen sind noch immer ungeschlagen und liegen zwei Plätze vor den Sachsen auf Rang zwei. Nichtsdestotrotz sieht der 45-Jährige sein Team nicht in der Favoritenrolle. "Ich denke, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht die klügste Varainte wäre, sich auf einen offenen Schlagabtausch mit Leipzig einzulassen, weil diese Mannschaft ihren Spielstil schon seit Jahren trainiert und verinnerlicht hat. In dem Bereich, was Gegenpressing und schnelles Umschalten nach vorne angeht, sind sie wahrscheinlich das Beste, was es in Deutschland und wohl auch in Europa gibt", lobte Glasner den kommenden Gegner im Interview mit NDR Info.

Sieben Spiele in 23 Tagen

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Tatsächlich scheint RB nach dem von den Namen her nicht allzu anspruchsvollem Auftaktprogramm für den VfL der erste richtige Gradmesser. Doch diesbezüglich interveniert Glasner sofort: "Bisher war keine Aufgabe einfach." Nun aber folgen sieben Pflichtspiele in 23 Tagen, darunter auch das Zweitrunden-Duell im DFB-Pokal mit Leipzig (30. Oktober, 18.30 Uhr). Die kommenden drei Wochen könnten also etwas Aufschluss darüber geben, wohin der Weg der "Wölfe" in dieser Saison führen wird. Glasner jedenfalls sieht seine Mannschaft nach der Länderspiel-Pause bestens aufgestellt für das harte Programm: "Wir sind gut erholt und gut vorbereitet und in einer guten Verfassung."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 19.10.2019 | 15:00 Uhr