Stand: 15.10.2017 16:48 Uhr  | Archiv

VfL-Fußballerinnen lassen erstmals Federn

Anna Blässe vom VfL Wolfsburg © imago/regios24
Anna Blässe traf gegen Potsdam zur Wolfsburger Führung.

Die Siegesserie des VfL Wolfsburg in der Frauenfußball-Bundesliga ist gerissen. Der Double-Sieger musste sich am fünften Spieltag mit einem 2:2 (1:1) gegen Turbine Potsdam begnügen und ließ damit erstmals in dieser Runde Federn. Trotz des leichten Dämpfers verteidigten die Niedersächsinnen die Tabellenführung vor dem nun allerdings punktgleichen SC Freiburg (4:1 gegen Werder Bremen). Anna Blässe (19.) und Pernille Harder (75.) waren für den Werksclub erfolgreich. Tabea Kemme traf doppelt für die Brandenburgerinnen (21, 77.).

Blässe jubelt dankt Schmitz' Mithilfe

Die Wolfsburgerinnen sahen sich von Beginn an einem sehr gut organisierten, taktisch disziplinierten und aggressiv zu Werke gehenden Gegner entgegen, der durch Eseosa Aigbogun die erste kleine Tormöglichkeit besaß. Der Schuss der Schweizer Nationalspielerin verfehlte aber recht deutlich das Ziel (5.). Kurz darauf besaß Alexandra Popp auf der Gegenseite nach feiner Kombination über Harder und Sara Björk Gunnarsdottir die Chance zum 1:0. Ihr Abschluss wurde noch zur Ecke abgewehrt (7.). Mehr Fortune hatte in der 16. Minute Blässe: Ihre missglückte halbhohe Flanke von der Torauslinie lenkte Turbine-Keeperin Lisa Schmitz in die eigenen Maschen.

Schult kassiert ersten Gegentreffer

Doch die Brandenburgerinnen hatten schnell eine Antwort parat. Nach einem weiten Ball von Verteidigerin Johanna Elsig tauchte Kemme plötzlich frei vor Almuth Schult auf und ließ der Nationalkeeperin mit einem überlegten Schuss ins kurze Eck keine Abwehrchance. Es war der erste Bundesliga-Gegentreffer für die Schlussfrau in dieser Saison. Lediglich 180 Sekunden später machte Schmitz auf der Gegenseite ihren Fauxpax vor dem VfL-Tor mit einer Parade gegen Caroline Hansen wieder wett. Viel mehr nennenswerte Strafraumszenen gab es bis zur Pause nicht. Die Gastgeberinnen hatten zwar mehr Ballbesitz, rannten sich aber immer wieder in der vielbeinigen Potsdamer Abwehr fest. Das 1:1 zur Halbzeit war durchaus leistungsgerecht.

Goeßling-Patzer kostet drei Punkte

Auch nach dem Seitenwechsel blieben fußballerische Höhepunkte zunächst Mangelware. Die Gastgeberinnen taten sich weiter schwer, hinter die Turbine-Abwehr zu kommen. Erst in der 68. Minute besaß das Team von Coach Stephan Lerch wieder eine gute Möglichkeit, als Hansen im Strafraum frei zum Abschluss kam, aber am Pfosten scheiterte. Wenn der Norwegerin auch kein eigener Treffer vergönnt war, so war sie doch maßgeblich am 2:1 durch Harder beteiligt. Nach ihrer präzisen Vorlage von der rechten Seite musste die dänische Vizeeuropameisterin den Ball nur noch über die Linie schieben. Der fünfte Wolfsburger Sieg im fünften Bundesligaspiel war zum Greifen nah. Dann jedoch geriet ein Rückpass von Lena Goeßling zu Schult zu kurz - Kemme antiziperte die Aktion perfekt, war nach einem Zusammenprall mit der VfL-Keeperin schneller als diese wieder auf den Beinen und schob die Kugel zum erneuten Ausgleich ins Netz. Im Anschluss hatte die Lerch-Elf das 3:2 noch zwei, drei Mal auf dem Fuß, scheiterte jedoch entweder an Schmitz oder den eigenen Nerven.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 15.10.2017 | 17:20 Uhr

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