Die Wolfsburgerinnen feiern im CL-Viertelfinal-Rückspiel gegen den WFC Arsenal das 1:0 von Jill Roord (r.). © picture alliance Foto: Swen Pförtner

VfL-Frauen setzen in der Champions League auf EM-Schwung

Stand: 20.10.2022 08:06 Uhr

Mit dem Heimspiel gegen SKN St. Pölten beginnt für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg heute die neue Champions-League-Saison. Die Hoffnung ist groß, dass die "Königsklasse" durch die Europameisterschaft in England noch mehr Auftrieb bekommt.

"Der Erfolg der Champions League letztes Jahr hat seinen Teil zum Erfolg der Euro beigetragen, und jetzt erhoffen wir uns den gleichen Effekt umgekehrt", sagte Frauenfußball-Chefin Nadine Keßler von der UEFA vor dem Auftakt der Gruppenphase. Die Champions League habe schon in der vergangenen Saison Massen bewegt, sagte die 34 Jahre alte ehemalige Spielerin der "Wölfinnen", "und das wird sie diese Saison wieder machen - hoffentlich noch ein bisschen mehr."

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Einfach wird das allerdings nicht. Beim Halbfinal-Hinspiel der Wolfsburgerinnen im April beim FC Barcelona (1:5) waren 91.648 Zuschauer und Zuschauerinnen im Camp Nou. Weltrekord! Da reichten selbst die EM-Spiele in England nicht heran. Allerdings meldete die UEFA auch während des Turniers Bestmarken bei den Fans und den TV-Quoten.

Keßler versprach nun mit Blick auf die Champions League: "Wir werden weiterhin an regelmäßiger Sichtbarkeit des Wettbewerbs arbeiten, den besten sportlichen Wettbewerb bieten und bei der Frauen-Euro gewonnene Fans nun auch auf Clubebene versuchen abzuholen."

Kellermann: "Müssen sehr positives Jahr bestätigen"

Die Vereine hätten natürlich nichts dagegen. "Wir haben ein Jahr hinter uns, das war sehr positiv. Das müssen wir bestätigen", unterstrich Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann. Der 54-Jährige sagt dem Frauenfußball "international und national spannende Jahre" voraus und sieht "Entwicklungspotenzial in allen Bereichen".

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Und auch dem VfL-Team um Erfolgstrainer Tommy Stroot sowie dem zweiten deutschen Starter, Bayern München, traut Kellermann einiges zu. Beides Clubs zählt er sogar zu den Titelkandidaten: "Der deutsche Vereinsfußball muss sich im europäischen Vergleich sportlich auf keinen Fall verstecken." Beide Teams seien "absolut konkurrenzfähig" und könnten sich "berechtigte Hoffnungen machen, sehr, sehr weit zu kommen".

Wolfsburg empfängt heute Abend (18.45 Uhr) die Österreicherinnen aus St. Pölten, die Bayern wurden ihrer Favoritenrolle bereits am Mittwoch beim 2:1 (1:1) gegen den FC Rosengard gerecht. "Von den vier Top-Nationen sind alle mit zwei Vertretern dabei. Den einen Favoriten, so wie das früher war, den gibt es nicht", sagte Kellermann, dessen Team in der Gruppe außerdem auf Neuling AS Rom und Slavia Prag trifft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.10.2022 | 23:03 Uhr

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